Polizei produziert ihren eigenen Spuckschutz

Beamter liefert Selfmade-Lösung aus dem 3 D-Drucker

Erstellt: 2. April 2020, 09:12 Uhr
Polizei produziert ihren eigenen Spuckschutz Gesichtsschild. Foto: pol

Ludwigsburg (pol). Bei ihrem Dienst auf der Straße sind die Einsatzkräfte der Polizei einer potenziellen Infektionsgefahr ausgesetzt, die sich letztendlich auch auf ihr persönliches Umfeld auswirken kann.

„Der Schutz der Kolleginnen und Kollegen und damit verbunden die Aufrechterhaltung der Einsatzfähigkeit der Organisationseinheiten hat beim Polizeipräsidium Ludwigsburg sehr hohe Priorität“, teilt das Präsidium mit. Neben der konsequenten Umsetzung von Verhaltens- und Hygieneempfehlungen im täglichen Dienst gehöre zu diesem Schutz auch die Verfügbarkeit geeigneter Schutzausrüstung. Vor dem Hintergrund temporärer Lieferengpässe habe man nun einen unkonventionellen Schritt getan, um die Sicherheit der Mitarbeiter zu erhöhen: Ein Beamter des Polizeireviers Marbach wurde mit eigens beschafften 3D-Druckern und entsprechendem Material ausgestattet und mit dem Druck von mehreren Hundert Gesichtsschilden beauftragt.

Die Produktion ist in vollem Gange und ein großer Teil der Gesichtsschilde ist bereits bei der Schutz- und Kriminalpolizei im Einsatz. „Diese außergewöhnliche Maßnahme geht auf die Eigeninitiative des Beamten zurück, der über profundes Tüftlerwissen verfügt und sich dankenswerterweise selbst dafür angeboten hatte,“ erklärt Polizeivizepräsident Frank Spitzmüller. „Uns liegt die Sicherheit der Kolleginnen und Kollegen sehr am Herzen und umso anerkennenswerter ist dieser kreative Beitrag.“

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