Durch Musik Zeichen setzen

Raodsign will durch Musik Zeichen setzen

Von Maren Recken Erstellt: 1. Oktober 2013, 14:46 Uhr
Durch Musik Zeichen setzen Roadsign: Axel Hald (Gitarre), Josua Haug (Keyboard, Gesang), Philipp Scheible (Bass), Jonas Gerlich (Schlagzeug), Oliver Würslin (Gitarre, Gesang), v.li. (Foto: Recken)

Mühlacker. „Wir möchten mit unserer Musik auch zum Nachdenken anregen“, erklärt Oliver Würslin, Gitarrist und Sänger der aus rund um Mühlacker stammenden Band Roadsign. Und fährt fort, der Bandname, zu Deutsch Verkehrszeichen, könne auch als Ausdruck dafür interpretiert werden, dass die fünf Musiker mit ihren Songs Zeichen setzten wollten. Zeichen dafür, einmal anzuhalten und darüber nachzudenken, was einem auf dem Lebensweg so begegne.

Das bringe es mit sich, dass nicht nur  die schönen Dinge des Lebens in ihrer Musik umgesetzt würden, ergänzt Keyboardspieler und Sänger Josua Haug. So hätte die Band, die hauptsächlich mit selbstgeschriebenen Songs aufwartet, mit „Das Gefühl“ beispielsweise auch einen Song  im Repertoire, der an einem kalten, grauen Novembertag entstanden sei und davon handle, dass man sich „mal wieder als das ärmste Schwein auf der ganzen Welt fühle“.

Weil die Band Roadsign zwar nachdenklich, aber ganz und gar nicht depressiv rüber kommen möchte, handle „Das Gefühl“ allerdings selbstverständlich auch davon, wie man aus solchen Stimmungstiefs wieder herauskomme. Ganz wie im echten Leben eben, wo Negatives und Positives auch gemischt vorkämen. Die selbstgeschriebenen Texte verfassen die Sänger von Roadsign mal in Englisch, mal in Deutsch, je nachdem wie es ihnen passender erscheint. „Englisch ist die schönere Sprache zum Singen“, findet Josua Haug und fügt hinzu, für einen deutschen Text müsse man sich sehr viel mehr Mühe geben, dass er nicht banal rüber komme.

Hörproben:
Das Gefühl“ & „Land of Grace

Die fünf Musiker, Axel Hald an der Gitarre, Jonas Gerlich am Schlagzeug, Philipp Scheible am Bass und eben Oliver Würslin an Gitarre und Mikrofon sowie Josua Haug am Keyboard und mit dem Mikro in der Hand, bezeichnen sich selbst als projektorientierte Band. Will heißen, in besagter Gruppierung haben sich die fünf eigens zum „Meine Töne“ Band Contest zusammengefunden. Vorher hätten sie in wechselnden Gruppierungen immer wieder für zeitlich  begrenzte Projekte zusammengespielt. Wobei Gitarrist Würslin und Bassist Scheible bereits 2009 zum ersten Mal zusammen Musik gemacht hätten. Damals noch mit gecoverten Songs, 2010 sei dann Josua Haug mit dem Keyboard, 2011 Axel Hald mit der Gitarre dazugekommen. Damals hätten sie im Rahmen  eines Projekts dann auch mit selbstkomponierten Songs begonnen, so Haug, der findet, covern sei zwar schön, aber mit eigenen Songs könne man die Inhalte, die einem persönlich wichtig wären, besser transportieren.

[tn3 origin=“album“ ids=“2235″ skin=“Muelhlacker“ transitions=“default“ width=“560″ height=“500″ responsive=“1″]

Erst in diesem Jahr, genauer gesagt zum „Meine Töne“ Band Contest, stieß schließlich Schlagzeuger Jonas Gerlich zu Roadsign. Musikalisch ordnet sich die Band im Bereich Pop-Rock ein, wobei sie sich eher in Richtung Pop sieht. Allerdings sind sich alle Musiker einig, dass sie sich weder musikalisch noch vom inhaltlichen Anspruch her in eine Schublade stecken lassen möchten. „Jeder von uns hat musikalische Helden, wir haben unsere Musik aber noch nie direkt mit einem von ihnen verglichen“, so die Musiker. Gleiches gelte auch für ihre Wurzeln in der christlichen Jugendarbeit. Dort hätten sie sich zwar alle irgendwann einmal kennen gelernt, wollten aber nicht als christliche Band bezeichnet werden. Eher als Band, die mit einem gewissen Hintergrund textet und komponiert, deren Songs aber trotzdem offen für alle Interpretationen seien. „Unsere Musik steht für Werte, die uns wichtig sind, beispielsweise gegen den Werteverfall der Gesellschaft“, erklärt Oliver Würslin.

Weiterlesen

„Sender bleibt am Steuerzahler hängen“

Zum Artikel „Sender: Behörde prüft Kostenaufstellung des SWR“ vom 10.November: Vor zwei Jahren wurde im MT noch eine Summe von 800000 Euro genannt, die sofort für die längst überfällige Generalsanierung… »