Wachstumsgrenze

Erstellt: 30. August 2018, 00:00 Uhr

Zum Nachgefragt „Wollen kein Jahr verlieren“ vom 23. August:

In der Ausgabe vom 23. August fordert Herr Doktor Hanf dazu auf, möglichst schnell ein neues Gewerbegebiet zu beschließen und die Erschließung umzusetzen. Diese Forderung stützt er dann meiner Meinung nach unhaltbaren Thesen. So behauptet Herr Hanf, wir brauchen Arbeitsplätze. Soweit mir bekannt ist, haben wir derzeit eher das Problem keine Arbeitskräfte zu finden.

Außerdem brauchen wir seiner Meinung nach dringend mehr Gewerbesteuereinkommen, um die anstehenden Aufgaben zu bewältigen. Nun das ist eher kurzfristig gedacht. Wenn wir mehr Betriebe haben, wird die Bevölkerung wachsen. Wächst die Bevölkerung, muss die dafür nötige Infrastruktur geschaffen werden. Baugebiete, Straßen, Schulen, Betreuungsplätze für die Kinder, Sportstätten, Einrichtungen für Pflege und Gesundheit. Das kostet aber Geld. Um die anstehenden Vorhaben realisieren zu können, brauchen wir dann wieder ein Gewerbegebiet, um höhere Einnahmen zu realisieren. Diese Denkweise führt in eine Endlosschleife, die niemand haben will. Ich möchte aber weiterhin meine Milch beim Bauern Bolay in Lienzingen holen und mein Gemüse beim Bauern Stahl in Lomersheim. Ihr Denken, Herr Hanf, nimmt mir diese Möglichkeit langfristig und den Bauern die Möglichkeit zu überleben. Ist das Ihr Streben? Wann begreift auch die Kommunalpolitik, dass Wachstum endlich ist, weil unsere Ressourcen endlich sind. Je früher wir anfangen umzudenken, je besser für uns und unsere Nachkommen

Frank Becker, Mühlacker-Lienzingen

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