Verwaltung glänzt mit Ignoranz

Erstellt: 8. Dezember 2018, 00:00 Uhr

Zu Lkw-Kolonnen bei Mosolf:

Nun ist es wohl auch bei einigen Gemeinderatsmitgliedern in Illingen angekommen, dass die Anwohner und die Firmen an der Wilhelmstraße, die alle auch von Zulieferungen abhängig sind, mit der momentanen Verkehrssituation bezüglich der Fahrzeuganlieferung bei der Firma Mosolf unzufrieden beziehungsweise genervt sind.

Nun hat Herr Pförsich, seines Zeichens auch Mitglied im Gemeinderat, weiter erkannt, dass viel, was aus des Bürgermeisters Mund kommt („Nicht nur Mosolffahrzeuge behindern den Verkehr auf der Wilhelmstraße“), besser ungesagt geblieben wäre, da mit solchen Aussagen die Gleichgültigkeit der Obrigkeit aus dem Rathaus, im Umgang mit Problemen der Anwohner, kundgetan wird.

Auch die Feststellung von unserem Schultes, die Staus kommen und verschwinden auch wieder, sind eine sehr intelligente Feststellung. Hierzu sei gesagt: Es wird morgens hell und abends dunkel.

Dass Herr Eiberger in der vergangenen Sitzung „Urlaub“ hatte und zu diesem Punkt keine Stellung genommen hat, spricht für das Arbeitsmuster der Gemeindeführung: Augen zu und durch.

Herr Holz behauptet zwar, „alles zu tun, was in seiner Macht steht“, aber als Hauptamtsleiter sei ihm gesagt, dass er nicht im Ansatz den Strafenkatalog bemüht, der ihm zur Verfügung steht. Auch ausländische Fahrer können vor Ort mit Bargeld zur Kasse gebeten werden.

In diesem Punkt würde es mich brennend interessieren, wo unser Gemeindevollzugsdienst in dieser Angelegenheit tätig ist, der den ruhenden Verkehr ja überwachen sollte. Aber dessen Augenmerk liegt wohl eher auf dem Fokus, am Sonntagmorgen auf der Vaihinger Straße Falschparker zu notieren, die kurz zum Bäcker gehen, anstatt sich unter der Woche um das gültige Durchfahrtsverbot, hauptsächlich in den Abendstunden und nachts, zu kümmern.

Es scheint, dass das Rathaus in diesen Dingen wohl noch sehr hohen Nachholbedarf in Sachen Durchsetzung der rechtlichen Möglichkeiten hat.

Jochen Ragowski, Illingen

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