Sinnvolles lernen

Erstellt: 9. August 2018, 00:00 Uhr

Zu „Bundeswehr oder Soziales: CDU-Politiker für Pflichtdienst“ vom 6. August:

Der Vorschlag von einigen konservativen CDU-Abgeordneten klingt gut, sogar sehr gut – aber nicht mehr als Dienst an der Waffe. Ich glaube, dass dieses Modell in der heutigen Zeit ausgedient hat. Einen sozialen Dienst für zwölf Monate sollte man für Besseres verwenden, als für eine Ausbildung um sich gegenseitig die Schädel einzuschlagen. Das sollten weiterhin unsere bezahlten Berufsritter wahrnehmen.

Wenn sich fürs Militär keiner mehr hergibt, hören die weltweiten Kriegsspielereien und Kriegstreibereien von alleine auf, und es wird plötzlich Friede auf Erden herrschen. Gelder, die man für Waffen ausgibt, werden plötzlich frei, und man kann den Sozialen Dienst im Krankenhaus, in der häuslichen und Altenpflege usw. fürstlich entlohnen. Der Sozial- und Pflegekollaps wäre sofort gemildert oder gar verhindert.

Außerdem würden alle Jugendlichen für ihr weiteres Leben etwas Sinnvolles dazulernen, vor allem im Umgang von Mensch zu Mensch, der ja zurzeit komplett auf der Strecke bleibt.

Die grünen und linken Umverteiler lehnen das natürlich ab, das war ja nicht anders zu erwarten, denn bei denen holt man nur vom Staat, aber eine Gegenleistung gibt es nicht. Die FDP muss das Thema wegen ihrer Klientelverbundenheit auch ablehnen, weil ihre Geschäftsleute die Beschäftigten nicht zwölf Monate freistellen wollen.

Ich habe die Befürchtung, dass dieses Thema politisch, wie alles unter Merkel, wieder zerredet wird. Aber dieses Thema, denke ich, ist viel brisanter für Deutschland als alles andere. Deshalb sollten alle Bürger sich mit diesem Thema intensiv auseinandersetzen – zum Wohle aller.

Albrecht Schmid, Illingen

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