Sanierung ist billiger

Erstellt: 31. August 2013, 00:00 Uhr

Zu den Kosten einer neuen Kulturhalle in Mühlacker:

Da immer noch illusorische Summen, was ein neuer Kultursaal kosten könnte, herumgeistern und selbst Fraktionsvorsitzende im Nebel herumstochern, ob es nun sieben, 13 oder 15 Millionen Euro sein könnten, muss ich mich noch einmal zu den eventuellen Kosten eines Neubaus äußern. Allein der kulturelle Bereich des Mühlehofs (Baujahr 1980) hat 10,7 Millionen Euro gekostet. Das entspricht bei den heutigen Baupreisen 21,7 Millionen Euro.

Wenn ich nun davon ausgehe, dass ein Neubau die gleiche Anzahl Besucher fassen muss, ist dieser nicht unter 22 Millionen Euro zu haben. Wer weniger behauptet, betreibt meines Erachtens eine Vogel-Strauß-Politik. Dazu kommen noch die Kosten für den Abbruch des Mühlehofs, die Kosten für die Anpassung der Außenanlagen, erhöhte Gründungskosten, falls der Neubau auf der vorhandenen Tiefgarage zu stehen käme, ansonsten für die Herstellung von Stellplätzen am neuen Bauort samt Freimachung des Baufeldes usw.

Bei jedem Bauvorhaben gibt es einen Ausgabenposten namens Unvorhergesehenes, auf den unliebsame Überraschungen verbucht werden müssen. Was hierbei herauskommt, weiß man erst, wenn der Neubau fertig ist.

Ich bin deshalb nach wie vor der Meinung – da ich die angeblich 30 Millionen hohen Sanierungskosten anzweifle –, dass eine Sanierung des Mühlehofs kostengünstiger ist als ein Neubau. Wenn man sich dann noch bemüht, den kommerziellen Teil des Mühlehofs wieder in Gang zu bringen – umso besser!

Rainer Wenz, Mühlacker

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