Respekt für den Vollzugsbeamten

Erstellt: 17. August 2018, 00:00 Uhr

Zu „Kritik an Kontrollen mit dem Meterstab“ vom 15. August:

Soweit ich dieses Bild deuten kann, hat der Mercedes-Sprinter auf dem gesamten Gehweg gestanden. Ein Durchkommen für Fußgänger war an dieser Stelle überhaupt nicht mehr möglich. Geschweige denn, dass hier ein Fußgänger mit Rollator, ein Kinderwagen oder gar ein Rollstuhlfahrer durchkommen könnte, ohne auf die vielbefahrene Straße ausweichen zu müssen, was bei Hochbordsteinen fast unmöglich ist. Auf dem Bild ist das Schild „absolutes Halteverbot“ mit Pfeilen in beide Richtungen zu sehen. Es ist also eine absolute verkehrswidrige Handlungsweise eines solchen Fahrers.

Im Allgemeinen ist zu beobachten, dass immer mehr auf den Gehwegen geparkt wird, wo es nicht erlaubt ist. Als Führerschein-Inhaber seit mehr als 55 Jahren hatten wir seinerzeit in der Fahrschule einiges über das Verhalten im Straßenverkehr gelernt, und die Regelungen sind wahrscheinlich trotz erfolgter weiterbildender Maßnahmen und den EU-Richtlinien nicht kleiner geworden. Das Verhalten und die Ignoranz der Fahrzeugführer, und dazu zähle ich auch Fahrradfahrer, denn sie sind auch Fahrzeugführer, sind in den letzten Jahren wesentlich schlechter geworden, nach dem Motto: Was gehen mich die Vorschriften/Verordnungen und Paragrafen an, „ich bin ich“.

Ich kann hier dem Vollzugsbeamten nur meinen Respekt aussprechen, der in solchen Fällen die ganze Bandbreite seiner ihm vorgegebenen Möglichkeiten anwendet. Wenn in einem solchen Fall im Halteverbot ein Einsatzfahrzeug des Rettungsdienstes im Einsatz anhält, wird der Bedienstete mit Sicherheit kein Knöllchen anhängen. Für so intelligent halte ich diesen Mann, obwohl ich ihn weder kenne noch unangenehm mit ihm Kontakt hatte. Bei den Klosterfesten und sonstigen Veranstaltungen wird tatsächlich an den unmöglichsten Stellen geparkt, da muss man sich fragen, ob diese Personen/Fahrzeugführer ihren Führerschein im Lotto gewonnen haben.

Siegfried Scheible, Ötisheim

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