Nicht schönreden

Erstellt: 21. November 2018, 00:00 Uhr

Zu „Kritik am Maulbronner ,Geisterzug‘“ vom 8. November:

Es ist schon erstaunlich, wie die Stichstrecke nach Maulbronn-West immer mal wieder schöngeredet wird. Dazu müssen Visionen herhalten wie „ autonomer Zugverkehr und Metropolanbindung Stuttgart“. Es war höchste Zeit vom Bund der Steuerzahler, die Kosten zu nennen. Für mich stellt sich die Frage: Warum zum Bahnhof laufen und nach Maulbronn-West fahren, wenn ich nach kurzen Wegen in einen Bus einsteigen und nach Mühlacker, Pforzheim oder Bretten fahren und dort – man glaubt es kaum – auch noch an einigen Haltestationen mitten in der Stadt aussteigen kann. Welcher Schüler würde zum Maulbronner Bahnhof laufen, um ins Gymnasium nach Mühlacker oder Bretten zu fahren, wenn gleichzeitig der Bus vor der Schule hält?

Wie soll den Bürgern aus Schmie und Zaisersweiher der Maulbronner Bahnhof schmackhaft gemacht werden? Es ist schon abenteuerlich zu behauten, das Maulbronner Stichgleis würde die Anfahrzeit zum Kinderzentrum verkürzen. Wer die Ortsverhältnisse in Maulbronn kennt, weiß: Die Strecke vom Bahnhof zum Kinderzentrum beträgt 900 Meter, und es ist ein gewaltiger Höhenunterschied zu überwinden.

Das Einzige, was den Bewohnern von Maulbronn, Schmie und Zaisersweiher und den Besuchern des Kinderzentrums hilft, ist ein attraktives Angebot an Busverbindungen von und nach Mühlacker, Bretten und Pforzheim und eine zusätzliche Haltestation am Kinderzentrum. Das Busangebot am Wochenende sollte erheblich verbessert werden. Anstatt von einem autonomen Zug auf einer unwirtschaftlichen Strecke zu träumen, sollte lieber Geld in Elektrobusse mit niederem Einstieg und eine Erweiterung des Busfahrplans gesteckt werden .

Georg Zdunek, Maulbronn

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