Nicht nachtreten

Erstellt: 28. November 2018, 00:00 Uhr

Zu „Dekan lobt die Gründergeneration“ vom 21. November:

Wenn zu einem seit Jahren abgeschlossenen Vorgang nochmals die Moralkeule hervorgeholt wird, hat dies immer ein gewisses „G’schmäckle“. So geschehen in dem im Artikel erwähnten Predigtauszug, in dem für die damalige Ablehnung einer Flüchtlingsunterkunft im Gemeindezentrum Heidenwäldle für die „nicht nur christliche Art des Umgangs“ um Vergebung gebeten wurde.

Es gab damals diesen unausgegorenen, schlecht durchdachten, schwierig zu realisierenden und auch schon unnötigen Vorschlag des Predigenden, der für die Flüchtlinge unzumutbar und für alle Betroffenen – Kirchengemeinde, Kindergarten, Altenclub, Gymnastikclub, Festveranstalter und Anwohner – unakzeptabel war. Folgerichtig lehnte der Kirchengemeinderat diesen Vorschlag, zur großen Erleichterung aller dann auch zu Recht mehrheitlich ab.

Für diese demokratisch getroffene Entscheidung besteht nicht der geringste Anlass, um Vergebung zu bitten. Hier nachzutreten – im Fußball nennt man dies ein Foul – nur wegen kleinlicher, unchristlicher Ressentiments, die auch den eigenen Kirchengemeinderat desavouieren, ist völlig verfehlt. In der Kirche gibt es weiß Gott andere, gravierende Ereignisse, für die man nicht genug um Vergebung bitten könnte. Bei dieser Gelegenheit erfährt man auch, dass das Gemeindezentrum von Anfang an ein Provisorium war. Unsere Söhne haben vor 50, 40 Jahren sehr gerne den Kindergarten besucht und sich dort sehr wohlgefühlt. Auch wir haben dies nie als Provisorium empfunden. Doch damit soll ja auch nur der angedachte teure Umzug in das Ziegeleigelände vorbereitet und gerechtfertigt werden.

Willi Bender, Mühlacker

Weiterlesen

Unwürdig

Zum Leitartikel „Hauptsache dramatisch“ vom 18.März: Lieber Autor, ihr Beitrag „Hauptsache dramatisch“ ist eine unglaubliche Ansammlung von Halbwahrheiten. Sicher kennen Sie das Sprichwort „Eine halbe Wahrheit ist eine ganze Lüge“…. »