Mobilitätswende

Erstellt: 9. Juli 2019, 00:00 Uhr

Zu „Millionen-Radprojekt löst Skepsis aus“ vom 27. Juni:

Als Berufsradpendlerin von Mühlacker nach Pforzheim befürworte ich einen Radschnellweg, um die einzelnen Verkehrsteilnehmer zu entflechten. Ich erlebe häufig gefährliche Situationen zwischen Rad, Fußgängern und Autos. Fürs Erste wäre ich schon glücklich, wenn ein guter Belag die Benutzung zu jeder Jahreszeit leichter ermöglichen würde. Eine Räumpflicht gibt es bisher nicht. Tiefe Pfützen bei Regen sind Normalität.

Wichtiger fände ich aber endlich ein Konzept, das mögliche Schulwege radsicher macht. Aus dem Stöckach kommend öffnet sich der Radweg auf eine vielbefahrene Straße. Bei der Herrenwaagbrücke ist die Querung selbst für Erwachsene schwierig – wie ist das Fahrrad für die neue Brücke berücksichtigt? Auf der Bahnhofstraße ist ebenfalls kein Raum fürs Rad. Es ließen sich noch zahlreiche Beispiele finden. Hier könnte man sicher mit weniger Geld kreative Lösungen finden und den lokalen Autoverkehr letztlich reduzieren und das Radeln fördern. Der ADFC (Allgemeiner Deutscher Fahrradclub) könnte als Ansprechpartner dienen.

Mobilitätswende fängt lokal an. Ein „weiter wie bisher“ mit einseitiger Bevorzugung des Autos können wir uns nicht leisten. Im Übrigen bin auch ich Autofahrerin. Nutze das Auto aber inzwischen viel seltener.

Kerstin Neurath, Mühlacker

Weiterlesen

Brücke oder Sender?

Zum Bericht „Brücken weisen schwere Schäden auf„ vom 29. November: Eine Leserbriefschreiberin vermerkte, die Stadt Mühlacker habe für dringlich erforderliche Sanierungen an Schulen seit Jahren kein Geld zur Verfügung. Die… »