Kostenpflichtig kennzeichnen

Erstellt: 13. Januar 2018, 00:00 Uhr

Zu „Umweltzone: Die Diskussion hält an“ und Kommentar „Sperrgebiet“ vom 3. Januar:

Da der Erwerb dieser „Blauen Plakette“ für den Autohalter mit Kosten verbunden sein wird, stellt sich mir die Frage, warum immer diejenigen bezahlen sollen, die sowieso schon alles richtig machen, sich umweltbewusst und weitgehend klimaschonend verhalten.

Stattdessen sollte man doch, so meine ich, diejenigen zur Kasse bitten, die mit ihren NO2-Schleudern die Umwelt belasten und sie deshalb kostenpflichtig kennzeichnen, damit auch jedermann sieht, wer denn diese gewaltigen Mengen von Schadstoffen in die Atmosphäre bläst. Dabei sollte man nicht nur Pkws, sondern auch alle anderen gewerblichen oder halbgewerblichen Fahrzeuge einschließen. Die Halter dieser Fahrzeuge tanken steuerermäßigten Treibstoff und könnten daher ganz gut einen ordentlich wehtuenden Beitrag zur Kennzeichnung ihrer umweltverachtenden Fahrzeuge leisten.

Langfristig wird jedoch nur eine von der Politik vorgeschriebene Abgasreinigung für Dieselfahrzeuge eine umweltverträgliche Lösung bringen; ähnlich, wie es ja bei Benzinmotoren auch der Fall ist, die mit einem Katalysator ausgerüstet sein müssen. Umweltzonen durch das Aufstellen von Schildern einzurichten und darauf auch noch stolz zu sein, zeigt doch, wie weit die Theorie von der Praxis abweicht. Noch nie habe ich einen Autofahrer vor dem Umweltzonen-Gebiet umdrehen sehen, sondern eher: „Augen zu und durch“. Kontrolliert wird ja sowieso nicht. So oder ähnlich wird es einer blauen Plakette auch ergehen, zumal man ja hier in der Gegend nicht einmal willens ist, die gravierendsten Verkehrsverstöße zu ahnden oder gar in den Griff zu bekommen.

Wolf Wanschura, Mühlacker

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