Keine Rücksicht

Erstellt: 11. Juli 2018, 00:00 Uhr

Zum Waldwegebau im Schützinger Forst:

Im Forstrevier Schützingen wird derzeit der Wald in einer Art und Weise erschlossen, den man bestimmt nicht mit dem forstlichen Schlagwort „Naturnaher Waldbau“ erklären kann. In kurzen Abständen werden Trassen in den Wald gelegt, die der späteren Holzernte dienen sollen. Auf die Brut- und Aufzuchtzeit der Vögel sowie Kleinsäugern und Amphibien (zum Beispiel die seltene Gelbbauchunke) wird hier keinerlei Rücksicht genommen, Kleinbiotope werden zerstört. Standorte von Orchideen und Pilzen für immer zugeschüttet und vernichtet. Dabei steht ein Großteil dieser seltenen Flora und Fauna unter Naturschutz. Auf der einen Seite möchte man Wildkatze, Luchs und sogar den Wolf wieder ansiedeln, andererseits erschließt man den Wald bis zum letzten Baum. Dies geschieht mit schweren Maschinen, die den Waldboden zusätzlich nachhaltig schädigen. Anscheinend wird hier gebaut, um Aushub (der übrigens ortsfremd ist und nicht in unseren Wald passt) billig unterzubringen und nicht um notwendige forstliche Maßnahmen durchzuführen. Es wird interessant sein, zu erfahren, wie die Gemeindeverwaltung hierzu steht. Ich habe kein Verständnis für die Notwendigkeit, die Art und den Zeitpunkt der Arbeiten.

Silvia Brett, Illingen

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