Innere Stimmen?

Erstellt: 31. August 2013, 00:00 Uhr

Zum Thema Kreisel in Lomersheim:

Nachdem laut Artikel im Mühlacker Tagblatt die Entscheidung gegen den Baum im Lomersheimer Kreisel aus Sicht der Verkehrsbehörde des Landratsamts Enzkreis gefallen ist, bleiben am Schluss der ganzen Diskussionen noch einige Fragen offen.

In Steinegg ist ein Kreisel circa 60 Zentimeter hochgemauert. Im Pforzheimer „Altgefäll“ stehen Palisaden der „Eppinger Linie“ etwa 1,50 Meter hoch. Im Kreisel bei Löchgau stehen rund zwei Meter große Skulpturen aus Metall. Und in Lomersheim steht ein Baum mit 30 Zentimeter Durchmesser. Der Schwarze Peter liegt also zweifelsohne beim Landratsamt Enzkreis, weil sich das grüne Verkehrsministerium ganz schön aus der Verantwortung der EU-Empfehlung stiehlt.

Wenn man aber all die in Leserbriefen und Kommentaren zusammengefassten Argumente nimmt, stellt man fest, dass nicht eine einzige Meinung für das Fällen des Baumes gibt. Somit sind eigentlich alle Argumente ausgetauscht. Was aber fehlt, ist die Darlegung der Gründe, die den zuständigen Amtsleiter bewogen haben, nach „Abwägung aller Aspekte“ eine Entscheidung gegen den Baum zu treffen. Sind es „innere Stimmen“, die ihn zur Überzeugung treiben, dass er alleine für die Verkehrssicherheitspflicht verantwortlich ist?

Die Beharrlichkeit, auf dem Rechtsstandpunkt zu verharren, der laut seiner Aussage juristisch unanfechtbar ist, ist aus meiner Sicht nicht nachvollziehbar. Der Behördenchef hat auf der einen Seite Verständnis für die Einwände der Bürger, versteckt sich aber andererseits hinter Paragrafen.

In meinen Augen betreibt hier jemand „Kraftmeierei“ gegen die Meinung der Bevölkerung und ist deshalb meines Erachtens in diesem Amt nicht mehr länger tragbar. Landrat Röckinger sollte sich kraft Amtes in dieser Angelegenheit der Meinung der Bevölkerung anschließen und eine Entscheidung für seine Bürger treffen.

Rolf-Jürgen Dahl, Wiernsheim

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