Fakten

Erstellt: 23. November 2018, 00:00 Uhr

Zum Leserbrief „Sender bleibt am Steuerzahler hängen“ vom 12. November:

Eine faktenbasierte Äußerung sieht anders aus, daher einige Klarstellungen:

1.) Jährliche Folgekosten: Der SWR selbst spricht von lediglich 80000 Euro/Jahr – ein Betrag, den der Verein nach vorliegenden Unterlagen anzweifelt. Demnach müssten es circa 20000 bis 30000 Euro weniger sein. Solange jedoch der SWR sich weigert, entsprechende Zahlen offenzulegen, müssen diese Angaben als spekulativ bezeichnet werden. Der Aufforderung des Regierungspräsidiums, dieses Zahlenwerk vorzulegen, ist er mittlerweile wohl nachgekommen.

2.) Einmalige Erhaltungskosten: Der SWR sprach anfangs von circa 800000 Euro, die für das Streichen des Antennenträgers und die Beschichtung, gegebenenfalls den Austausch der Pardunen unter anderem erforderlich seien. Beides Arbeiten, die laut SWR angeblich unbedingt und spätestens 2017/2018 hätten durchgeführt werden müssen. Dass diese noch immer nicht durchgeführt sind, kann doch nur bedeuten, dass der SWR hier einen unnötigen Zeit- und Kostendruck aufgebaut hat. Mittlerweile sind diese vom SWR prognostizierten Kosten offensichtlich bereits im kleinen einstelligen Millionenbereich angelangt.

3.) „Events“ auf dem Senderbuckel: Hier offenbart sich die Unkenntnis des Schreibers. An keiner Stelle der Finanzierungskonzeption sind lautstarke Musikveranstaltungen erwähnt – aus gutem Grund, nämlich der Anlieger wegen. Wo bleibt denn der mitfühlende Aufschrei des Verfassers zugunsten der Lärmgeplagten beim Fest 20zehn, beim Public Viewing, bei den Musikwochen hinter dem Gymnasium, beim Straßenfest und bei den anderen Events in der Stadtmitte? Sind es die Anliegenden und Hotelgäste dieser Plätze denn nicht auch wert, dass man sich für sie verwendet?

Im Übrigen: Der Verein zählt nicht 140, sondern 170 Mitglieder. Auch wir im Verein hoffen, dass sich der SWR seiner gesellschaftlichen Verantwortung bewusst ist und manche Baulichkeiten, die zur Entwicklung und Geschichte unseres Landes beigetragen haben, dann auch der Gesellschaft, von der er sein Geld bekommt, auch erhält, was bei 1.4 Milliarden Euro Haushaltsvolumen pro Jahr vielleicht auch möglich sein müsste.

Ulrich Stüber, Mühlacker

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