Desaster

Erstellt: 18. Januar 2019, 00:00 Uhr

Zum Leserbrief „Pech gehabt?“ vom 14. Januar

Der Autor des Leserbriefs hat offensichtlich nicht begriffen, um was es in der öffentlichen Diesel-Diskussion geht. Es geht nicht um die vielleicht 6000 Feinstaub-NOx-CO2-Toten, sondern um die Durchsetzung einer Ideologie in Deutschland mit dem Titel „Wie zerstört man die Autoindustrie?“. Zum Nachteil des Landes, der Industrie, der Arbeitnehmer, der Bürger und des Wohlstands. Der Chefarzt des Krankenhauses vom Roten Kreuz in Stuttgart, Professor Dr. Martin , Facharzt für Pneumologie, sagt, dass der Feinstaubalarm eine Volksverdummung sei. Warum wird ein solcher Mann nicht zu einer Talkrunde eingeladen. Ganz einfach, er passt nicht ins politische und wirtschaftliche Konzept der Eliten und des Mainstreams. Der Deutsche Michel glaubt wieder irgendwelchen dahergelaufenen selbst ernannten Fachleuten und Weltfremden, meist Grünen-Politikern, mehr als den Wissenden.

Die Deutsche Umwelthilfe ist ein eingetragener Verein mit etwa 300 Mitgliedern – also nicht halb so groß wie ein Sportverein einer 5000-Seelengemeinde, beschäftigt eine Handvoll Mitarbeiter in Vollzeit und wird durch dubiose Spenden aus Politik und Wirtschaft, auch aus der Autoindustrie, finanziert. Unter dem Deckmantel der „Gemeinnützigkeit“ mahnt, klagt und bestraft dieser Club Umwelt und Datenschutzsünder und mehr. Das Recht scheint nicht mehr beim Staat und der Justiz, sondern bei der DUH zu sein. Das Recht wurde in Deutschland anscheinend privatisiert.

Die deutsche Autoindustrie hat durch den E-Mobil-Hype Lunte gerochen und spielt in diesem Desaster eifrig mit, obwohl es laut Medienberichten technisch möglich ist, Dieselfahrzeuge hardwaremäßig umzurüsten. Es wird ein schlechtes Geschäft werden, da Ressourcen für den Batteriebau knapp sind und unter unmenschlichen Bedingungen teilweise durch Kinderarbeit im Kongo und Südamerika gefördert werden. Bei der Produktion der E-Batterie werden soviel Feinstaub-NOx-CO2 freigesetzt, dass ein Diesel-Pkw acht Jahre lang fahren kann. Dann ist die Batterie hinüber und es wird eine neue benötigt.

Der öffentliche Verkehr mit Bahn und Bus ist überlastet und veraltet, die Taktzeiten sind viel zu lange. Der öffentliche Nahverkehr interessiert uns im Raum Karlsruhe und Stuttgart und nicht in Kehl-Straßburg. Wobei es dort wohl deshalb funktioniert, weil auch die Franzosen mitmischen. Wir haben zwischen Karlsruhe und Stuttgart den größten Tarif-Dschungel im Nahverkehr, weil die KVB und der VVS nicht miteinander auf Augenhöhe kooperieren. Man könnte meinen es gibt noch eine badisch-würrtembergische Eisenbahngrenze wie vor 150 Jahren.

Albrecht Schmid, Illingen

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Ohne Vereine?

Was wäre, wenn… es in Deutschland schlagartig keine Vereine mehr geben würde, die sich ehrenamtlich für die aktiven und passiven Mitglieder einsetzen und sie zum Mitmachen animieren? Wenn die Vereine… »