20 Minuten?

Erstellt: 7. April 2020, 00:00 Uhr

Zum Thema Waldspaziergänge in der Corona-Krise:

Was für ein schönes und sicheres Gefühl geben uns zurzeit unsere Politiker. Keiner kann uns sagen, wie es weitergeht, darin sind sich alle Parteien einig. Sie geben uns dazu auch Ratschläge, so meint zu Beispiel unser Forstminister Peter Hauk, kurze Spaziergänge im Wald seien in Ordnung. Er meint, 20 Minuten erfüllten den Zweck.

Recht hat er – zehn Minuten rein in den Wald und zehn Minuten auf dem gleichen Weg wieder zurück. Und bloß keinen Rundwanderweg benutzen, es bestünde ja die Gefahr, sich zu verirren. Was dann? Den Notruf zu wählen „holt mich hier raus“? Nein, ich bin ja kein Star, das könnte teuer werden.

Wir befinden uns auch nicht mehr im Urlaub, wie etwa in Neuseeland auf Hawaii oder Honolulu oder an einem anderen Ort der Welt, wo die Bundesregierung keine Kosten scheut, uns in unsere Heimat zurückzubringen. Die derzeitige Situation wäre auch dafür geeignet, endlich die deutschen Waldlandschaften kennenzulernen. Von Japan hört man, dass das „Waldbaden“ sehr erholsam sei. Aber wie sieht es mit einer möglichen Ansteckung aus, wenn der Baum von einer infizierten Person umarmt wurde? Es braucht schon Mut, im deutschen Wald unterwegs zu sein, das wussten schon die Römer.

Unser Forstminister meint, dass in den Normalzeiten im Schnitt zwei Millionen Menschen täglich den Wald besuchten. Meine Meinung dazu: Sollte sich jede Person nur eine Stunde im Wald aufhalten, würde das den Wald zu stark belasten und die Spaziergänger könnten den vorgeschriebenen Personenabstand nicht mehr einhalten.

Also halten wir uns an die Empfehlung unseres Forstministers Peter Hauk. 20 Minuten Waldspaziergang reichen, denn nur so gewinnen wir auch schneller den Kampf gegen das Coronavirus. Mein persönlicher Beitrag: Ich gehe eine Stunde in den Weinbergen spazieren.

Dieter Brixner, Illingen

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