Laufend fit – ganz ohne Muskelkater

Aktion von Mühlacker Tagblatt und AOK geht diesmal auch in die Betriebe – Anmeldung ab sofort möglich

Von Steffen-Michael Eigner Erstellt: 18. Januar 2018, 00:00 Uhr
Laufend fit – ganz ohne Muskelkater Die AOK-Trainer Andreas Killer, Sabine Liefke-Wilhelm und Olaf Kaps (v. li.) freuen sich bereits auf die neue Saison von Laufend Fit. Foto: Stahlfeld

Die Aktion „Laufend Fit“ von Mühlacker Tagblatt und AOK Nordschwarzwald schlägt in diesem Jahr auch neue Wege ein. Neben den bewährten Trainingsgruppen für jedermann, zu denen man sich ab sofort online anmelden kann, bietet Laufend Fit heuer auch ein Training für betriebliche Laufgruppen an.

Das Training beginnt ganz behutsam: Anfangs laufen die Teilnehmer unterschiedlich lange Dreieckskurse, um dabei das ideale eigene Trainingstempo herauszufinden.Grafik: AOKDas Training beginnt ganz behutsam: Anfangs laufen die Teilnehmer unterschiedlich lange Dreieckskurse, um dabei das ideale eigene Trainingstempo herauszufinden.Grafik: AOK

Mühlacker. Einige größere Unternehmen in Mühlacker und Umgebung erhalten dieser Tage Post von der AOK Nordschwarzwald. Der Inhalt: eine Einladung zur Aktion Laufend Fit 2018, die mit dem Trainingsauftakt am 26. Februar startet. „Wir wollen den Gedanken der Gesundheitsvorsorge durch Bewegung in die Betriebe tragen“, so Olaf Kaps, der bei der AOK Nordschwarzwald für den Bereich „Betriebliches Gesundheitsmanagement“ zuständig ist und seit vielen Jahren auch bei Laufend Fit als Trainer fungiert. Von insgesamt vier geplanten Trainingsgruppen sind daher zwei für die Betriebsgruppen gedacht, zu den übrigen beiden Gruppen – eine für Einsteiger; eine für Fortgeschrittene, die schon etwa zwei bis drei Kilometer am Stück laufen können – kann sich jedermann ab sofort über die Internetseite des Mühlacker Tagblatt anmelden.

Auf einen Informationsabend vor dem Saisonstart von Laufend Fit wird heuer verzichtet. „Die Aktion ist inzwischen bekannt genug, das Konzept lässt sich auch in der Zeitung zusammenfassen“, findet Sabine Liefke-Wilhelm, die das Trainingsprogramm organisiert und auch 2018 als Trainerin mit von der Partie ist.

Wer sich für Laufend Fit anmeldet, bekommt zunächst per Post neben weiteren Informationen einen Fragebogen, auf dem unter anderem der eigene Ruhepuls einzutragen ist. „Wie man den Ruhepuls misst, ist auf dem Fragebogen erklärt“, so Liefke-Wilhelm. Aus dem Ruhepuls und dem Alter des Teilnehmers errechnen die AOK-Trainer einen Trainingspuls, der während des Grundausdauer-Trainings nicht überschritten werden soll.

Das Training bei Laufend Fit beginnt ganz behutsam und mit einem überraschend kleinen Trainingspensum: Lediglich zweimal zwei Minuten werden beim Trainingsauftakt gelaufen. Dazu werden auf der Wiese beim Mühlacker Hallenbad Hütchen so aufgestellt, dass mehrere unterschiedlich große Dreiecke entstehen.

„Jeder sucht sich ein Hütchen aus, läuft dann in zwei Minuten zwei Dreiecksrunden um das gewählte Hütchen wieder zum Start“, erklärt Sabine Liefke-Wilhelm. Die größtmögliche Strecke um das vom Startpunkt am weitesten entfernte Hütchen beträgt dabei nur schlappe 170 Meter. Das Ziel beim Trainingsauftakt ist allerdings auch noch nicht, die Ausdauer zu erhöhen.

Zunächst gilt es mittels dieser Dreiecksläufe, das ideale Trainingstempo jedes Teilnehmers herauszufinden. Das geschieht durch Messen der Herzfrequenz direkt nach dem Ende jeder Runde. Der momentane Pulsschlag wird dann mit dem errechneten Trainingspuls verglichen. „Ist die Herzfrequenz zu hoch, dann sollte man ein Hütchen weniger nehmen und dafür langsamer laufen. Ist sie niedriger als der angepeilte Trainingspuls, dann darf es ein Hütchen mehr sein“, erklärt Sabine Liefke-Wilhelm. Von Woche zu Woche wird dann – auch dank einer kleinen „Hausaufgabe“ fürs Wochenende – der Umfang gesteigert. Aus zwei Minuten werden drei, dann vier, schließlich fünf und sechs.

Weil sich Herz-Kreislauf-System, Muskulatur und schließlich die Gelenke den wachsenden Anforderungen anpassen, wird das Training auch nach fünf Wochen als kaum anstrengender empfunden als zu Beginn. Die Ausdauer verbessert sich kontinuierlich – ganz ohne Muskelkater. Neue Trainingsreize, etwa Steigungen und gelegentliche Temposteigerungen, werden dann allmählich eingestreut.

Als Partner haben Mühlacker Tagblatt und AOK auch in diesem Jahr wieder das Kaufhaus Sämann und den Physiotherapeuten Volker Hermle mit im Boot. Die Intersport-Abteilung von Sämann berät die Laufend-Fit-Teilnehmer beim Kauf von Laufschuhen, Kleidung oder auch Laufuhren. Das Kaufhaus Sämann beschafft außerdem die einheitlichen Laufend-Fit-Trikots, in denen die Gruppe am Samstag, 5.Mai, den Mahle-Lauf bestreitet. Volker Hermle und seine „FitFabrik“ stehen den Teilnehmern bei Wehwehchen als Ansprechpartner zur Verfügung.

Kurz vor dem Mahle-Lauf gibt es am Mittwoch, 2. Mai, ein Abschlussseminar, bei dem insbesondere die Teilnehmer des Einsteigerkurses mit letzten Tipps versorgt werden. Und als Lohn der Anstrengung gibt es eineinhalb Wochen nach dem Mahle-Lauf eine gemeinsame Abschlussfeier.

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