Kaum Kritikpunkte nach Mahle-Lauf

Teilnehmer äußern sich in großer Zahl positiv – Großes Starterfeld sorgt für leichte Staus auf den ersten eineinhalb Kilometern

Von Steffen-Michael Eigner Erstellt: 21. Mai 2014, 00:00 Uhr
Kaum Kritikpunkte nach Mahle-Lauf Die Schuhe vom Mahle-Lauf 2014 sind ausgedampft, die Manöverkritik fällt überaus positiv aus. Fotos: Hansen/Fotomoment

Mit drei Tagen Abstand haben die Organisatoren des Mühlacker Mahle-Lauf gestern eine positive Bilanz gezogen. Vor allem die Rekord-Teilnehmerzahl von beinahe 1200 Startern zaubert ein breites Lächeln auf die Gesichter. Trotzdem soll über weitere Verbesserungen nachgedacht werden.

Mühlacker. „Für das gute Wetter konnten wir ja nichts, aber wir haben es dankend angenommen“, scherzt Ulrich Saur vom Ordnungsamt, der seitens der Stadt Mühlacker für den reibungslosen Ablauf der Veranstaltung verantwortlich zeichnete. In den Meldezahlen hat sich das sonnige Wetter natürlich niedergeschlagen und noch am Samstagmorgen einige Kurzentschlossene zur Nachmeldung animiert.

Das große Starterfeld hatte allerdings auch einen Nebeneffekt. Etliche Läufer berichteten, dass es auf den ersten 1,5 Kilometern recht eng zugegangen sei. „Es war kaum möglich, sein eigenes Tempo zu laufen. Immer wieder musste ich hinter langsameren Läufern abbremsen, bis ich mich dann mit einem Zwischenspurt vorbeischlängeln konnte“, so oder so ähnlich äußerten sich einige Teilnehmer nach dem Hauptlauf. Viele sagen aber auch, dass die Stimmung rund um den Mahle-Lauf besser denn je gewesen sei.

Finanzamt Mühlacker gewinnt mit seiner Organisation neue Fans

Die Anregung, im kommenden Jahr den Fünf-Kilometer-Lauf einige Minuten früher oder später auf die Strecke zu lassen als die Zehn-Kilometer- und Halbmarathon-Läufer, um den Tross zu entzerren, nimmt Ulrich Saur dennoch gerne auf: „Das wäre durchaus eine Überlegung wert“, sagt der Ordnungsamts-Leiter, ohne damit eine Entscheidung vorweg zu nehmen. Etwas defensiver äußert sich Stefan Auch, der für die Firma Mahle die Federführung übernommen hatte: „Dazu kann ich zum jetzigen Zeitpunkt noch nichts sagen“, bittet der Haupt-Organisator um Verständnis. Saur gibt allerdings auch zu bedenken: „Es gibt natürlich keinen Volkslauf, wo es auf den ersten Kilometern nicht auch eng zuginge. Das ist eigentlich überall so.“ Überwiegend seien jedoch positive Rückmeldungen von den Teilnehmern des Mahle-Laufs gekommen, wie Auch und Saur einhellig betonen.

Für Zufriedenheit bei den Organisatoren sorgte freilich auch der insgesamt reibungslose Ablauf. „Wir konnten pünktlich starten. Die Strecke war von Polizei und Feuerwehr gut abgesperrt, es gab keine Zwischenfälle“, betont Saur. Da vor zwei Jahren der Startschuss erst mit einigen Minuten Verspätung gefallen war, weil noch Autofahrer die Strecke befuhren, hat man seither die Zahl der Streckenposten erhöht.

„Restlos begeistert“ äußerten sich auch die Teilnehmer der „Baden-Württembergischen Meisterschaften für Beschäftigte der Finanzverwaltungen“. So jedenfalls berichtet es Ulrich Bross vom Finanzamt Mühlacker, der diesen Wettbewerb organisiert hat. „Wir sind gerade dabei, die Urkunden auszufertigen“, berichtet Bross gestern, als unsere Redaktion nachfragt. Die Erstplatzierten hätten ihre Trophäen freilich schon am Samstag erhalten, aber auch den weiteren Startern sollen noch Urkunden erhalten.

Neuer Baden-Württembergischer Meister über zehn Kilometer wurde Ulrich Benz vom Finanzministerium in Stuttgart, der mit 33:43 Minuten auch den Gesamtsieg im Mahle-Lauf feierte. Bester Läufer des Finanzamts Mühlacker war Rolf Giereth (51:09 Minuten). Dessen Tochter Monika Giereth erreichte übrigens für das „Team Evaldo Mühlacker Tagblatt“ in 44:17 Minuten als Zweite hinter Siegerin Christine Schleifer das Ziel. Ulrich Bross, der sich wie schon in früheren Jahren mit der Mühlacker-Tagblatt-Aktion „Laufend Fit“ vorbereitet hatte, erreichte den Kelterplatz nach 57:17 Minuten. „Damit war ich der langsamste Finanzbeamte“, sagt Bross lachend. Bei den Damen feierte Christine Doll vom Finanzamt Heilbronn in 45:08 Minuten den Titel und belegte zugleich im Gesamtfeld den dritten Platz hinter Christine Schleifer, und der erwähnten Monika Giereth. Vom Finanzamt Mühlacker kam Kornelia Czernotzky (54:29) als erste ins Ziel.

Schon jetzt haben etliche Finanzbeamte gegenüber Ulrich Bross den Wunsch geäußert, er möge die Meisterschaften auch im kommenden Jahr wieder organisieren. „Darüber werde ich mit Stefan Auch noch sprechen“, verspricht Bross, der auch dadurch Fans gewonnen hat, dass er die 63 Teilnehmer aus den Finanzämtern zum gemeinsamen Warmlaufen ans Hallenbad und später zum Start geleitet, außerdem eine kleine Hocketse im Hof des Finanzamts vorbereitet hatte, wo er an die Damen noch Rosen verteilte.

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