2. Tag: Teeniemütter stoßen an ihre Grenzen

Erstellt: 25. April 2013, 11:09 Uhr
2. Tag: Teeniemütter stoßen an ihre Grenzen Fünf Tage Elternschaft auf Probe: Die Schüler der Schillerschule in Mühlacker beteiligen sich am Projekt "Be my Baby". (Foto:Goll)
Sypridoula Ioannov mit Baby Domenica. (Foto: Goll)

Sypridoula Ioannov mit Baby Domenica. (Foto: Goll)

 

Spyridoula Ioannov

„Heute morgen war das Baby sehr ruhig. Es hat viel geschlafen. Nachmittags war ich mit ihr im Jugendhaus, da war sie  sehr unruhig und nörgelig und wollte ständig auf den Arm genommen werden. Ich empfinde die Zeit mit ihr wirklich als sehr anstrengend. Sie weint oft, tröstet sie, will sie dann wieder hinlegen und eine Sekunde später beginnt sie wieder zu brüllen. Dann beginnt das Spiel von vorne. Oft dauert es über 30 Minuten, bis sie wieder zufrieden ist. Mein erstes Fazit:  Für mich ist es sehr anstrengend mit der Kleinen.“

 

 

Stefanie Scholl und Vanessa Schindel kümmern sich vier Tage um "Luca". (Foto: Goll)

Stefanie Scholl und Vanessa Schindel kümmern sich vier Tage um „Luca“. (Foto: Goll)

 

Stefanie Scholl & Vanessa Schindel

„Heute war es ein bisschen stressig in der Schule, weil alle das Baby sehen und auch halten wollten. Die erste Nacht war schlaflos und anstrengend, weil das Baby so oft geschrieben hat. Aber tagsüber ist Luca brav und ruhig. Ein zufriedenes Baby. Das Projekt macht uns Spaß. Wir sind uns sicher, dass wir hier gute Erfahrungen machen werden, aber sicher von schlechten auch nicht verschont bleiben.“

 

 

Kathrin Schlagentweith mit Computerbaby Alissa. (Foto: Goll)

Kathrin Schlagentweith mit Computerbaby Alissa. (Foto: Goll)

 

Kathrin Schlagentweith

„Die erste Nacht war etwas anstrengend, aber ich habe,  zum Glück, dass bisher ruhigste Baby. In der letzten Nacht musste ich nur 3x aufstehen und es versorgen: gegen 2,, 3.30 und 5.00 Uhr. Sonst war es ruhig. Heute in der Schule war sie dagegen etwas unruhiger. Der Vormittag bestand darin, dass sie ihr Fläschen und mehrmals eine frische Windel bekommen hat. In unserer Mittagspause wurde mir gezeigt, wie man ein spezielles Wickeltuch für das Baby anlegt. Beim Mittagessen wurde es sehr hektisch, ich hatte Hunger, aber auch die Kleine hatte Hunger und brauchte eine neue Windel. Zu Hause unterstützt mich meine Mutter. Das weiß ich zu schätzen. Seit ich zu Hause bin, hat Alissa noch nicht einmal geweint und gerade schläft sie friedlich.“

 

Lina Selalmazidou ist die "Mutter auf Zeit" von Domenica. (Foto: Goll)

Lina Selalmazidou ist die „Mutter auf Zeit“ von Domenica. (Foto: Goll)

 

Lina Selalmazidou

„Die Nacht von Dienstag auf Mittwoch war sehr schlimm für mich. Domenica wollte jede halbe Stunde etwas und war sehr unruhig. Ich habe nur zwei Stunden geschlafen und war in der Schule extrem übermüdet. Daraufhin hat mich meine Lehrerin wieder nach Hause geschickt, um Kraft zu tanken. Die Nacht von Mittwoch auf Donnerstag hat Domenica spontan bei meiner Projektpartnerin Spyri übernachtet. Für Freunde ist Domenica immer noch etwas ganz besonderes. Im Jugendhaus wollte sie jeder einmal halten und es kamen Sätze wie: “ Ich hätte auch  gerne so ein Baby“.Was ich schon nach der ersten Nacht gemerkt habe: Es ist gar nicht so einfach, wie ich es mir vorgestellt habe.“

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