Zwischenlösung für das Jugendhaus

Erstellt: 31. März 2010, 00:00 Uhr
Zwischenlösung für das Jugendhaus Die Illinger Jugendhausbesucher halten die Schecks der Firmen in die Höhe, mit deren Unterstützung unter anderem der Airhockeytisch angeschafft werden konnte. Über die Spenden freuen sich auch Interimsbetreuer Daniel Claß (li.) und Bürgermeister Harald Eiberger (5.v.li.). Foto: Disselhoff

Daniel Claß betreut den Illinger Treff, bis ein offizieller Nachfolger für Melanie Anthoni gefunden ist – Spende für Spiele

Die Gemeinde Illingen hat eine Interimslösung gefunden, wie die Jugendarbeit vorerst auch ohne Melanie Anthoni und ohne den Kooperationspartner Niefern-Öschelbronn weitergehen kann. Dies hat unsere Zeitung gestern im Jugendhaus erfahren.

Von Maik Disselhoff

Illingen. Da es bis zur Wiederbesetzung der Stelle der Jugendpflegerin in Illingen dauern könne, habe die Gemeinde vorgesorgt, machte Bürgermeister Harald Eiberger am Rande der Übergabe von Spendenschecks an die Jugendlichen deutlich. Seit gestern hält der 18 Jahre alte Schützinger Daniel Claß im Jugendhaus die Stellung. Er habe sich bei Anthoni vorgestellt – und es habe gepasst, so der Bürgermeister zur Vertretung, die die Betreuung im Nebenjob übernimmt. Auf Claß sei man ganz einfach dadurch gekommen, „weil man seine Schäflein in Illingen eben kennt“, so Eiberger. Der Interimsbetreuer hat nach eigenen Angaben schon die Jungschar in Schützingen geleitet und kennt einige der Jugendhausbesucher noch von seiner eigenen Schulzeit an der Grund-, Haupt- und Realschule der Stromberggemeinde. Claß absolviert derzeit eine Ausbildung zum Fachangestellten für Medien- und Infodienste in Stuttgart-Vaihingen.

 Wer auf die Jugendpflegerin Melanie Anthoni nachfolgt, die bisher für die Jugendarbeit in Illingen und Niefern-Öschelbronn zuständig war, ist jedoch weiterhin völlig unklar (wir berichteten). „Wir müssen abwarten, was Niefern-Öschelbronn beschließt“, sagte Eiberger. Im April solle die Entscheidung in der Kooperationsgemeinde Niefern-Öschelbronn fallen, berichtet der Schultes, der von dem Vorstoß des Partners in Richtung Wiernsheim durch unsere Zeitung erfahren hatte. Auf die Frage, ob ihn das Verhalten des Kooperationspartners nicht geärgert habe, gibt sich Eiberger diplomatisch: „Nach Abschluss des Verfahrens werde ich eine Stellungnahme abgeben.“ Noch bestehe der Kooperationsvertrag mit Niefern-Öschelbronn. Im Illinger Jugendhaus gibt es neben einem Billard- nun auch einen Airhockeytisch. Möglich gemacht haben dies Firmen aus der Gemeinde und dem Umland. Für die Jugendlichen habe er eine Tour bei den Unternehmen gemacht und um finanzielle Unterstützung geworben, berichtet Eiberger. Im Gepäck hatte der Rathauschef dabei auch eine konkrete Liste mit Wünschen der Jugendhausbesucher. „Sofas sind zwar schön, und eine große, freie Fläche zum Abtanzen auch, aber es braucht auch etwas zur Unterhaltung“, zeigt der Verwaltungschef Verständnis für den Ruf nach Spielgelegenheiten. Das Airhockey kommt bei den Gästen des Treffs bestens an. „Das Spiel macht Spaß und sorgt für Abwechslung“, sagt der 16-jährige Jens Mantai stellvertretend für alle regelmäßigen Jugendhausbesucher.

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