Zukunft der Volleyballteams unklar

Erstellt: 30. März 2011, 00:00 Uhr
Zukunft der Volleyballteams unklar Mit einem 3:0 setzen sich die Frauen des TSV Ölbronn (schwarze Trikots) gegen den TV Lienzingen durch. Fotos: Fotomoment

Ölbroner Damen schlagen TV Lienzingen 3:0 und sind nun auf Trainersuche – TVL-Team geht womöglich ganz auseinander

Mit einem Sieg gegen den Lokalrivalen TV Lienzingen und einer Niederlage gegen Tabellenführer TV Murrhardt beenden die Volleyballerinnen des TSV Ölbronn die Saison. Für das Team steht nun die Suche nach einem neuen Trainer im Vordergrund, denn Heiko Arnold legt sein Amt nieder.

Von Volker Henkel
und Steffen-Michael Eigner

Ölbronn-Dürrn. Die Ölbronnerinnen konnten vor dem Spiel völlig beruhigt in den letzten Spieltag gehen. In der A-Klasse 1 Nord (Württemberg) stand nach oben und nach unten nichts auf dem Spiel. Das Heimspiel gegen den TV Lienzingen hatte für Trainer Heiko Arnold seine Spannung als Lokalderby. Im zweiten Spiel gegen Spitzenreiter TV Murrhardt galt es, sich möglichst gut zu präsentieren.

 Gegen den TV Lienzingen hatten die Gastgeberinnen leichtes Spiel . 25:19, 26:24 und 25:11 lautete das Resultat nach drei Sätzen. Vor allem mit starken Aufschlägen punktete Ölbronn, und Lienzingens Trainerin Carolin Britsch schlug die Hände überm Kopf zusammen: „Es war furchtbar“, charakterisierte sie das Spiel kurz und knapp.

 Dem TV Murrhardt war dann auch Ölbronn unterlegen: 20:25, 23:25 und 16:25 setzte sich der Tabellenführer klar durch. Deutlich stärker im Angriff und mit der kompakteren Spielweise zeigten die Murrhardterinnen ihre Überlegenheit. „Wir haben gut mitgespielt über viele Phasen“, so die Spielerin Saskia Neuhaus. Nach dem Spiel mit Julia Böttle, Steffie Bruder, Selina Freyburger, Jennifer Neuhaus, Judith Neuhaus, Lena Foulier und Alice Sterns ließ sie aber keinen Zweifel an der Überlegenheit des TV Murrhardt. „Sie sind verdient Meister geworden“. Als Schwächung für die Ölbronnerinnen in der laufenden Saison nannte sie die Schulterverletzung von Vanessa Bayer. Auf der anderen Seite konnten dadurch Jugendspielerinnen eingesetzt werden. In der kommenden Saison wird das ebenfalls wichtig sein. Zumal noch nicht feststeht, ob das Team in der jetzigen Konstellation zusammen bleibt.

 Der sechste Tabellenplatz von neun Teams am Ende sei „repräsentativ“ für die Leistungen des Teams. Natürlich seien die Ziele am Anfang höher gesteckt worden. Schnell wurde in der Saison 2010/2011 klar, dass es einige Mannschaften gebe, die besser seien.

 Größtes Problem ist für die Ölbronnerinnen, dass Trainer Heiko Arnold nach der zweiten Saison aus privaten Gründen nicht mehr weiter macht. „Wir sind ein wenig ratlos“, so Saskia Neuhaus. Die Suche nach einer Nachfolge im eigenen Verein war bisher erfolglos. „Es hat keiner ganz laut geschrien“, sagte sie. Ohne Trainer weiterzumachen hat ihrer Ansicht nach wenig Aussicht auf Erfolg. „Das geht schief und es muss jemand her“. Das Thema wird die Volleyballerinnen des TSV Ölbronn weiter beschäftigen.

 Auch beim TV Lienzingen ist unklar, wie es weitergeht. Als Tabellensiebter würde Lienzingen eigentlich in der Abstiegsrelegation spielen. Doch dafür hat das Team gar nicht gemeldet. Es geht also in der B-Klasse weiter – wenn überhaupt. Denn noch ist offen, ob das vor der Saison verjüngte Damenteam überhaupt weiter besteht. „Am 8. April ist Abteilungsversammlung, bis dahin müssen sich die Mädels erklären, ob sie weitermachen“, lässt Carolin Britsch wissen.

Weiterlesen
Thanaseela schafft den Spagat

Thanaseela schafft den Spagat

Gymnasiastin aus Mühlacker erhält Stipendium der Robert-Bosch-Stiftung.Ihr Vorname setzt sich aus Bausteinen der Namen von Mutter und Vater zusammen, ihr Alltag aus der Kultur des Ursprungslandes und der zweiten Heimat… »