Wir wollen den Ton angeben

Erstellt: 17. Juni 2010, 00:00 Uhr
Wir wollen den Ton angeben Manuel Rivoir (li.) sorgt mit seiner Erfahrung für Sicherheit im Mittelfeld. Archivfoto: Fotomoment

SV Iptingen geht zuversichtlich in das (Nicht-)Abstiegsspiel – Psychologisches Plus liegt bei Kleinsachsenheim

Vor dem entscheidenden Relegationsspiel gegen den TSV Kleinsachsenheim gibt sich der SV Iptingen betont gelassen. Die Anspannung ist zwar spürbar. Doch am Sonntag wollen die Iptinger die Nervosität abschütteln und beweisen, dass sie auch in der kommenden Saison in die Kreisliga A gehören.

Von Steffen-Michael Eigner

Wiernsheim-Iptingen. „Was wir in Häfnerhaslach gesehen haben, hat uns sicherlich nicht erschreckt“, sagt der Iptinger Spielleiter Michael Gillé, der sich die erste Relegations-Partie zwischen den beiden B-Liga-Vizemeistern TSV Kleinsachsenheim und Sönmez Spor Bietigheim zusammen mit rund 15 weiteren Vereinskameraden angeschaut hat. Wirklich aufschlussreich war der Ausflug in den Stromberg jedoch auch nicht.

 „Kleinsachsenheim hat zwei, drei richtig gute Spieler in der Offensive und spielt sehr gut organisiert“, hat Gillé beobachtet. „Aber Sönmez hat uns enttäuscht.“ Deshalb kann der Iptinger Spielleiter auch wenig über die Qualitäten der Kleinsachsenheimer Defensive sagen. „Wir wissen nicht, was passiert, wenn man deren Abwehr richtig unter Druck setzt.“ Ein guter Grund also, genau das am kommenden Sonntag (Anpfiff um 15 Uhr in Horrheim) zu testen und den Verteidigern auf den Zahn zu fühlen. „Wir wollen den Ton angeben“, sagt Gillé, rät zugleich jedoch angesichts von Kleinsachsenheims Offensivqualitäten von Hurra-Fußball ab. „Die hätten gegen Sönmez Bietigheim deutlich höher gewinnen können“, warnt Gillé.

 Die Iptinger sind einerseits zuversichtlich, das Spiel zu gewinnen – „Am besten natürlich in 90 Minuten“ (Gillé) – aber sie spüren auch die Anspannung. Die psychologischen Vorteile liegen klar beim TSV Kleinsachsenheim, der als Vizemeister der Kreisliga B5 nichts zu verlieren und eine erfolgreiche Saison hinter sich hat, während Iptingen um den Klassenerhalt in der Kreisliga A bangt. „Dem Druck müssen die Jungs standhalten“, findet Gillé.

Hoffnung auf die Rückkehr von Mittelfeld-Chef Manuel Rivoir

 Verzichten muss der SV Iptingen definitiv auf Julian Schreder. Der Stürmer hat eine Innenbandverletzung im Knie noch nicht auskuriert. Hoffnung gibt es dagegen bei Manuel Rivoir, der den Iptingern während der gesamten Rückrunde fehlte. „Der hat diese Woche erstmals wieder mittrainiert“, teilt Michael Gillé mit.

 Mit seiner Erfahrung und Abgeklärtheit wäre der ehemalige Landesliga-Spieler auf jeden Fall ein Gewinn für das zentrale Mittelfeld des SV Iptingen. Ob Rivoirs Fitness jedoch schon für volle 90 Minuten, gar eine Verlängerung und ein Elfmeterschießen ausreicht, ist noch offen. Möglicherweise wird der 27-Jährige erst einmal auf der Ersatzbank Platz nehmen und je nach Spielverlauf später ins Geschehen eingreifen.

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