Wir setzen einen Meilenstein

Erstellt: 31. Juli 2009, 00:00 Uhr
Wir setzen einen Meilenstein Rolf Walter (Firma Morof), der Gemeinderat und stellvertretende Bürgermeister Walter Fink, Jan Weber (Vorsitzender des Beirats der Weber-Ingenieure), Erster Landesbeamter Wolfgang Herz und der Knittlinger Bürgermeister Heinz-Peter Hopp (v. li.) greifen zum Spaten. Foto: Becker

Erster Spatenstich markiert den Beginn der Erschließungsarbeiten am „Knittlinger Kreuz“

Von Carolin Becker

Knittlingen. Genau sechs Jahre und acht Tage sind vergangen seit dem Beschluss zum Bebauungsplan, und in dieser Zeit wurde über das neue Gewerbegebiet „Knittlinger Kreuz“ sehr ausgiebig und sehr kontrovers diskutiert. Seit gestern nun rollen südlich der Bundesstraße die Bagger.

 Während der Knittlinger Bürgermeister Heinz-Peter Hopp, Vertreter des Gemeinderats, des Landratsamts, der am Gebiet beteiligten Planer und der ausführenden Firmen dem ersten angerückten Bagger mit ihren Spaten schon einmal vormachten, was zu tun ist, damit die Erschließungsarbeiten zum angestrebten Termin im Juli 2010 abgeschlossen sind, sorgte der Verkehr auf der B35 in Richtung Bretten für die Geräuschkulisse. Nach Bretten, und nicht nur dorthin, schickte Heinz-Peter Hopp auch eine weitere Einladung an potenzielle Interessenten an einem Interkommunalen Gewerbegebiet, für das die Stadt lange und bisher vergeblich nach Partnern gesucht hatte. „Das Angebot an Bretten und an Gemeinden aus dem Enzkreis gilt immer noch“, betonte der Bürgermeister, der sich von der zukunftsgerichteten Investition neue und die Sicherung vorhandener Arbeitsplätze erhofft.

 Für den Enzkreis beglückwünschte der Erste Landesbeamte Wolfgang Herz die Stadt Knittlingen zu einem „mutigen Schritt“. Der Landrat-Stellvertreter erinnerte an die lange Vorgeschichte des mit Herausforderungen bepackten und nicht unumstrittenen Projekts. Aus dem Kreuz mit dem Kreuz, dem die Planung teilweise geglichen habe, solle nun ein Trumpf-Ass für die Zukunft werden. Der Zeitpunkt sei dabei günstig gewählt. „Bis die Flächen am Markt sind, werden sich die Dinge in der Wirtschaft hoffentlich positiv entwickelt haben“, zeigte sich Wolfgang Herz zuversichtlich und wünschte der Stadt Erfolg bei Erschließung und Vermarktung.

 Anfragen lägen bereits vor, verwies Bürgermeister Heinz-Peter Hopp auf Unternehmen aus der Region, aber auch aus dem weiteren Umfeld. Besonders willkommen seien mittelständische Gewerbebetriebe mit innovativen Ideen, die in die vorhandene Struktur passten. Würden sich Knittlinger Betriebe entschließen, ins neue Gebiet umzuziehen, so eröffne dies neue Möglichkeiten im innerstädtischen Bereich und trage dazu bei, der „Zersiedlung der Gewerbelandschaft“ entgegenzuwirken.

 Mit dem insgesamt 25 Hektar großen Gebiet „Knittlinger Kreuz“, dessen erster Bauabschnitt netto rund sieben Hektar umfasst und für den die Stadt im Internet und mit einer kaum zu übersehenden Tafel an der B35 wirbt, wolle sie bewusst antizyklisch handeln. Die Kosten für die von der Firma Morof ausgeführten Tiefbauarbeiten lägen bei knapp drei Millionen Euro. Dazu kämen mehr als zwei Millionen für die parallel auf den Weg gebrachten Investitionen in die Wasserversorgung. „Wir sind stolz, dass wir heute diesen Meilenstein setzen können“, sagte Hopp und bedankte sich bei allen Beteiligten, auch beim Gemeinderat, der sich mehrheitlich für die nun zu erschließende Variante des ersten Teilabschnitts ausgesprochen habe.

 Teile des Gremiums hatten einen bescheideneren Umfang favorisiert und erst jüngst einer Aufstockung des Kreditvertrags ihre Zustimmung versagt. „Die Beschlussfassung war nicht einfach“, bilanzierte Heinz-Peter Hopp. Viele Hürden hätten aus dem Weg geräumt werden müssen. Nun dürfen die Baggerzähne zubeißen.

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