Wir beobachten die Verkehrssituation

Erstellt: 19. Oktober 2007, 00:00 Uhr
Wir beobachten die Verkehrssituation Einweihung der neuen Bahnhofstraße: Ein kleiner Scherenschnitt für OB Schütterle (M.) , ein großer Schritt für Mühlacker.

Oberbürgermeister Arno Schütterle gibt die umgebaute obere Bahnhofstraße für den Verkehr frei

Mühlacker – „Es ist geschafft. Alle können nun durchschnaufen“, freute sich gestern Nachmittag Mühlackers OB Arno Schütterle. Als er die obere Bahnhofstraße wieder offiziell für den Verkehr freigab, zog der Verwaltungschef einen Schlussstrich unter ein Projekt mit langer Vorgeschichte.

VON FRANK GOERTZ

Der Schlussstrich sei allerdings nur vorläufig, betonte Schütterle. Nicht nur, dass im Stadtzentrum weitere Sanierungsmaßnahmen geplant seien – etwa dringend notwendige Fuß- und Radwegeverbindungen zwischen Bahnhof- und Hindenburgstraße –, auch der Gemeinderat werde sich mit Thema Bahnhofstraße nochmals beschäftigen. Schließlich sei der Verkehr wie ein Spinnennetz, in dem sich alle Fäden gegenseitig beeinflussen.

 In Mühlacker habe man bereits vor Jahrzehnten erkannt, dass eine Verkehrsentlastung dringend notwendig sei, um die Lebensqualität zu steigern, so Schütterle. Deshalb sei vor vor exakt 30 Jahren die Osttangente eingeweiht worden.

 „Dieser Tag heute bedeutet nicht das Ende der städtebaulichen Maßnahmen“, versprach der Oberbürgermeister. „Ganz im Gegenteil: Der abgeschlossene Umbau der Bahnhofstraße soll auch private Investoren ermutigen, aktiv zu werden. Sei es durch Sanierungsmaßnahmen an ihren Gebäuden oder auch im Hinblick auf Kundenaktionen.“ Wunderbare Beispiele seien der Martinimarkt im November oder die Messe Mühlacker, die in sechs Monaten eine starke Werbeplattform biete.

„Die Geschäfte haben jetzt gute Rahmenbedingungen“

Schütterle ist sich bewusst, dass die Zeit der Baumaßnahme für die Einzelhändler keine leichten Monate waren, gibt aber zu bedenken: „Umsatzeinbußen sind bei solchen Baumaßnahmen leider unvermeidlich.“ Auf der anderen Seite würden sich die Investitionen auszahlen. „Nachdem die Bahnhofstraße in ihrer ganzen Länge ausgebaut ist, haben die Geschäfte gute Rahmenbedingungen. Die Straße ist ein Boulevard mit großzügigen Parkplätzen“, findet Schütterle.

 Ein Boulevard, der allerdings keine Durchgangsstraße, sondern eine Einkaufstraße sein soll. „Wir werden in den nächsten Monaten die tatsächliche Verkehrsbelastung und Verkehrssituation genau beobachten und analysieren“, kündigte Schütterle an. Zur Feier des Tages hatte er natürlich auch gleich ein „Erfolgs-Schmankerl“ parat. Bei einer Verkehrszählung im Juli 1984 seien in 16 Stunden 11600 Fahrzeuge über die Bahnhofstraße gerollt. Im Juni 2005 seien es nur noch 4600 Autos gewesen. Und noch eine gute Nachricht verkündete der Verwaltungschef: „Die kalkulierten Baukosten von 425 000 Euro werden voraussichtlich unterschritten.“ Doch einen Wermutstropfen wollte Schütterle nicht verschweigen: „Es sind 40 000 Euro unerwartete Kosten entstanden für die Entsorgung von belastetem Straßenaufbuchmaterial.“

 Schütterle bilanziert: „Die Sanierung der Bahnhofstraße verbessert die Aufenthaltsqualität für Anlieger, Fußgänger und Radfahrer. Sie ist nun komplett barrierefrei.“ Auch größere Fahrzeuge kämen auf der oberen Bahnhofstraße problemlos aneinander vorbei. Im erweiterten Gehwegsraum seien neue Möglichkeiten zur Außenbewirtung und für Geschäftsauslagen entstanden. Die umgebaute Bahnhofstraße sei ein weiterer Baustein, in dem Bestreben, die Innenstadt attraktiver zu machen – für Anwohner, Geschäfte und Besucher.

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