Wesentliche Akzente gesetzt

Erstellt: 30. September 2010, 00:00 Uhr
Wesentliche Akzente gesetzt Hohe und zugleich seltene Ehrung für den Sternenfelser-Alt-Schultes Helmut Wagner (li.): Vom amtierenden Agrar-Minister Rudolf Köberle erhält er die Gerhard-Weiser-Medaille. Foto: Kollros

Der frühere Sternenfelser Bürgermeister Helmut Wagner wird mit der Gerhard-Weiser-Medaille ausgezeichnet.

Eine hohe Auszeichnung aus dem Ministerium für Ländlichen Raum wurde jetzt dem Sternenfelser Alt-Bürgermeister Helmut Wagner zuteil: Als „Vorreiter und Ideengeber“ des Entwicklungsprogramms Ländlicher Raum erhielt der 62-Jährige die noch seltene Gerhard-Weiser-Medaille.

Von Norbert Kollros

Stuttgart/Sternenfels. Vor dieser Verleihung auf dem Landwirtschaftlichen Hauptfest in Stuttgart hatte die Auszeichnung nur der frühere Bauernführer Ernst Geprägs erhalten (2006), jetzt mit Wagner erhielt diese Medaille auch der Rektor der Universität Hohenheim, Professor Hans-Peter Liebig. „Das macht mich stolz“, bekannte Wagner unmittelbar nach der Ehrung, erfahre dadurch doch jahrzehntelanges Engagement für den Ländlichen Raum eine nachträgliche Würdigung.

 Minister Rudolf Köberle zählte Wagner zu den „verdienstreichsten Persönlichkeiten unseres Landes“, die Säulen einer aktiven Bürgergesellschaft darstellten und sich für die Gemeinschaft einsetzten. Bei Wagner sei dies über 32 Jahre der Fall gewesen, gemeinsam mit engagierten Bürgern habe er Sternenfels „zur Vorzeigegemeinde geformt“. Er habe es verstanden, das Entwicklungsprogramm des Ministeriums für seine Gemeinde offensiv zu nutzen und in Sternenfels 38 Vorhaben gefördert zu bekommen. Dabei habe er auch das Instrument der Flurneuordnung einbezogen und so „Impulse für die Gemeindeentwicklung über die Landesgrenzen hinaus“ gegeben. Wagners ganzheitliches Denken habe zudem zu dem von ihm maßgeblich entwickelten Dienstleistungszentrum „KommIn“ geführt. Der Sternenfelser Alt-Schultes habe „wesentliche Akzente für die integrierte Agrar- und Strukturpolitik gesetzt, die dem Namensgeber der Gerhard-Weiser-Medaille ein Herzensanliegen waren“, so Minister Köberle.

 Gerhard Weiser war bis 1996 20 Jahre lang baden-württembergischer Agrarminister. Mit der 2006 in Erinnerung an ihn geschaffenen Medaille werden laut Ministerium nur ganz besondere Verdienste um den Ländlichen Raum, Landwirtschaft, Forstwirtschaft, Ernährungswirtschaft, Naturschutz und Tierschutz gewürdigt.

 Neben dieser Ehrung zeichnete der Minister 33 Persönlichkeiten aus dem Land mit der „Staatsmedaille in Gold“ aus, die sich vorwiegend ehrenamtlich in einzelnen Bereichen für die Umwelt und den Natur- und Tierschutz verdient gemacht hatten. Unter ihnen war auch der frühere Maulbronner Forstamtsleiter Karl-Heinrich Ebert, der bis Mitte der 1980er Jahre Naturschutzbeauftragter im östlichen Enzkreis war und anschließend als Tübinger Forstamtsleiter und heute noch im Ruhestand das selbe Ehrenamt im Schönbuch ausübt. Somit vertrete Ebert seit über 35 Jahren die Anliegen des Naturschutzes in behördlichen Verfahren. Zudem sei er in der Landesarbeitsgemeinschaft der Naturschutzbeauftragten engagiert, wo er an überregionalen Lösungen arbeite.

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