Werbung für Integrationsbemühungen

Erstellt: 8. Januar 2007, 00:00 Uhr
Werbung für Integrationsbemühungen Rund 800 Besucher, darunter etliche prominente Ehrengäste, verfolgen die Neujahrsansprache von Oberbürgermeister Schütterle im Mühlehof. Foto: Kollros

OB Schütterle betont Bedeutung der Sprachförderung von jungen Ausländern – Ausblick auf wichtige Projekte

Mühlacker – Verstärkte Integrationsbemühungen für Mitbürger ausländischer Abstammung hat Mühlackers Oberbürgermeister Arno Schütterle bei seiner Neujahrsansprache am Dreikönigstag im Mühlehof bekundet. Wesentliche Bedeutung komme dabei der Sprachförderung von Kindern und Jugendlichen zu, betonte er.

VON NORBERT KOLLROS

Um die 800 Besucher – geladene Gäste und andere interessierte Bürger – hatten den Gottlob-Frick-Saal fast bis auf den letzten Platz gefüllt, um das traditionelle Neujahrskonzert zu erleben, das jährlich wechselnd von den Musikvereinen aus Mühlacker beziehungsweise Enzberg ausgerichtet wird. Diesmal war’s zudem eine Premiere, denn die Musiker aus der Senderstadt spielten erstmals bei diesem Anlass unter dem Dirigat von Horst Bartmann.

 Hochkarätig wieder die Liste der Ehrengäste: Unter ihnen die drei Landtagsabgeordneten des Enzkreises ebenso wie Mühlackers Ehrenbürger und Alt-OB Gerhard Knapp, die örtliche Geistlichkeit und Ortsoberhäupter aus den Nachbarkommunen. Auch viele Vereinsvorsitzende und sonstig ehrenamtlich engagierte Mitbürger waren der Einladung der Stadt gefolgt.

 Auf die von ihm proklamierte Ausländerfreundlichkeit leitete Oberbürgermeister Schütterle über, nachdem er zuvor über die zurückliegende Fußballweltmeisterschaft sinniert und sie als „Glücksfall für Deutschland“ und insbesondere das „Zu Gast bei Freunden“-Motto als „mehr als treffend gewählt“ bezeichnet hatte. Solche Freundlichkeit sollte auch im täglichen Umgang mit jenen Menschen gelten, die nicht in Deutschland geboren wurden.

 Der OB nannte ausreichend deutsche Sprachkenntnisse als Basis für Integrationsbemühungen, entscheidend für das gesamte spätere Leben. Für ihn erfreulich sei auch der bestehende Gesprächskreis zwischen den verschiedenen Religionen, der das Verständnis für einander und damit das Miteinander fördere: „Hier gibt es Menschen mit gutem Willen, die ein gutes Stück Verantwortung übernehmen.“ Ehrenamtliches Engagement würdigte Schütterle auch im Zusammenhang mit dem neuen Tafelladen, der das soziale Angebot in der Stadt „bedeutend ergänzt“.

 In einer Art kommunalpolitischem Ausblick auf 2007 listete Schütterle die wesentlichen Investitionsprojekte auf, die vom Kindergarten- und Schulbereich über Sanierungsvorhaben bis hin zum innerstädtischen Straßenausbau reichen. Aber er bedauerte auch im schulischen Bereich „die augenfälligen Defizite“ hinsichtlich einer mangelnden Auseinandersetzung mit Sport, Bewegung und gesunder Ernährung.  Seine Neujahrsrede verband der Oberbürgermeister abschließend mit dem Dank an alle, die tagtäglich in Vereinen und Organisationen dazu beitragen würden, das sportliche, soziale und kulturelle Leben „in unserer jungen Stadt“ zu bereichern. Besondere Erwähnung fanden dabei all jene, die seit zwei Jahren eindrucksvoll an der Sanierung der Burg Löffelstelz beteiligt seien, „die sich für dieses Schmuckstück und historische Wahrzeichen der Stadt eingesetzt haben“.

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