Vom TV Lienzingen in die Zweite Bundesliga

Erstellt: 28. Oktober 2006, 00:00 Uhr
Vom TV Lienzingen in die Zweite Bundesliga Baggern, pritschen, schmettern: Christoph und Philipp Lintner (v.l.) haben die Volleyball-Grundtechniken in Lienzingen erlernt. Foto: p

Philipp und Christoph Lintner suchen beim TuS Durmersheim den Erfolg – „Zurzeit ist einfach der Wurm drin“

In der Volleyballszene sind sie in der Region wohl das bekannteste Brüderpaar. Philipp und Christoph Lintner sind nicht nur auf dem Sand erfolgreich, sondern gehen für den TuS Durmersheim in der Zweiten Bundesliga in der Halle auf Punktejagd.

VON CATHRIN FLÖßER

Am vergangenen Wochenende war es fast ein Heimspiel, als die „Lintners“ nach Pforzheim zum Finale des Verbandspokals anreisten. Viele ehemaligen Kollegen aus ihrem alten Verein, dem TV Lienzingen, waren als Zuschauer in die Maihäldenhalle gekommen. „Es war schön hier zu spielen“, betonte Christoph Lintner im Anschluss an das Spiel gegenüber unserer Zeitung. Dieses Mal hatte er keinen weiten Anreiseweg: Denn Christoph Lintner wohnt jetzt in Bauschlott. „Die Fahrerei zur Schule in Mühlacker war mir einfach zu weit“, gesteht der 30-jährige Außenangreifer, der von Beruf Lehrer ist. Sein Bruder Philipp wohnt nach wie vor in Karlsruhe. Seit September hat der 28-Jährige sein Referendariat in Gaggenau begonnen.

 Die Partie gegen den TV Bühl, ebenfalls Zweitligist, lief für das Team um die „Lintners“ nicht gerade optimal. „Irgendwie ist bei uns der Wurm drin“, stellt Christoph Lintner fest. „In der entscheidenden Phase läuft einfach nichts zusammen.“ Im vierten Satz hatten es die Durmersheimer noch einmal in der Hand, das Spiel zu drehen. Auch wenn der Pokal nicht die Priorität der Spielrunde hat, ärgern sich die Durmersheimer um ihren Kapitän Christoph Lintner über die Niederlage. „Dieses Jahr war der Pokal besonders attraktiv, da der Sieger direkt Heimspielrecht hat“, so das Volleyball-Ass.

 Auch in der Runde sieht es zurzeit nicht gerade rosig für die TUS- Volleyballer aus. Nach sechs Spieltagen stehen sie mit nur einem Sieg auf dem vorletzten Tabellenplatz in der Zweiten Bundesliga.

 Nächstes Wochenende steigt dann das Kellerduell gegen den TSV Grafing. Dann wird auch Philipp wieder auf der Diagonalposition zum Einsatz kommen. Er durfte im Pokalfinale eine Auszeit auf der Bank nehmen. Die bisherigen Erfolge der beiden Volleyball-Cracks können sich sehen lassen: Im Beachvolleyball holten sie 2002 den baden-württembergischen Meistertitel, 1999 und 2002 die nordbadische Meisterschaft. Den größten Erfolg auf nationaler Ebene feierten die beiden im Jahr 2005 mit einem dritten Platz beim Nokia Beach Cup in Frankfurt.

 Ihre Karriere in der Halle begann in der Senderstadt beim TV Lienzingen, wo sie bei Jürgen Held die Grundtechniken des Volleyballs erlernten. 1998 folgte der Wechsel zum damaligen Oberligisten TuS Durmersheim. In der gleichen Saison schaffte das Team den Aufstieg in die Regionalliga. In der Runde 2004/2005 folgte ein weiterer Aufstieg in die zweite Liga. Am Ende der Spielzeit stand der TuS Durmersheim mit dem fünften Platz als bester Aufsteiger in der Tabelle.

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