Vom Tennisplatz nicht fern zu halten

Erstellt: 28. August 2010, 00:00 Uhr
Vom Tennisplatz nicht fern zu halten Beinarbeit und Kondition sind die Stärken von Anna-Benita Fuchs. Foto: TC Weißenhof

Anna-Benita Fuchs aus Diefenbach feiert beim renommierten Tennisclub Weißenhof Stuttgart Erfolge.

Eine rasante Entwicklung hat die Nachwuchs-Tennisspielerin Anna-Benita Fuchs hinter sich. Vor einigen Jahren noch spielte sie beim kleinen TC Sternenfels. Nun hat die 17-Jährige aus Diefenbach mit den Damen des namhaften TC Weißenhof den Aufstieg in die Regionalliga Süd-West geschafft.

Von Andrea Garhöfer

Sternenfels-Diefenbach. Mit knapp sieben Jahren schwang Anna-Benita Fuchs beim TC Sternenfels zum ersten Mal den Tennisschläger – seither hat die Faszination für diese Sportart sie nicht mehr losgelassen. Mittlerweile wird sie in der Württembergischen Juniorinnen-Rangliste auf Platz drei geführt und in der Deutschen Damen-Rangliste auf Platz 94. Innerhalb der sechsköpfigen Damenmannschaft des TC Weißenhof ist sie die Nummer vier – schon diese Zahlen belegen, dass Anna-Benita Fuchs eine der erfolgreichsten Tennis-Nachwuchssportlerinnen aus der Region ist. Diese Saison war für die junge Sportlerin besonders erfolgreich.

 Unter anderem wurde sie im Jugendbereich mit dem TC Lauffen Württembergische Mannschaftsmeisterin, mit ihrer Damenmannschaft vom TC Weißenhof ebenfalls Württembergische Meisterin und mit diesem Team schaffte sie auch den Aufstieg in die Regionalliga Süd-West (umfasst Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz, Hessen und das Saarland). Wobei das Tennis-Talent der jungen Sportlerin wohl gleich von zwei Seiten in die Wiege gelegt wurde.

Der Tennisschläger lag
sozusagen in der Wiege

 Ihre Mutter Sabine ist ebenfalls erfolgreiche Tennissportlerin. In der Damen-40-Spielgemeinschaft von TC Mühlacker und Rot-Weiß Lomersheim spielt sie an Position eins in der Verbandsklasse. Anna-Benitas Vater Karl-Heinz Fuchs spielt beim TC Sternenfels und ist dort auch als Jugend-Tennistrainer engagiert. Ihr Talent und ihr intensives, erfolgreiches Training bescherten der jungen Sportlerin eine steile „Karriere“ in diesem Sport: bis Ende 2002 trainierte Anna-Benita Fuchs beim TC Sternenfels, wechselte dann nach Vaihingen/Enz, später zum TC Ludwigsburg. Seit zwei Jahren verstärkt sie die erste Damenmannschaft des TC Weißenhof. „Eine tolle Mannschaft, in der ich mich sehr wohlfühle“, sagt die 17-Jährige, die seit einem Jahr das Sportgymnasium in Ludwigsburg besucht. „Von dort aus sind es gerade zehn Minuten in das Leistungszentrum des Verbandes, wo ich jeden Tag trainiere“, nennt sie die Vorteile.

An ihrem Aufschlag will die
17-Jährige verstärkt arbeiten

 Zwei Stunden Tennis sowie eine Stunde Kondition, Kraft und Schnelligkeit sind ihr tägliches Grundpensum. Daneben gibt es noch Trainingseinheiten mit ihrem Privattrainer Boris Bulic aus Gondelsheim. Große Ankündigungen kommender Erfolge sind ihre Sache nicht: „Ich will weiterhin erfolgreich und vor allem mit Spaß Tennis spielen“, sagt sie. Ihre Stärken („Beinarbeit, Schnelligkeit und Kondition“) will sie weiter ausbauen, an ihren Schwächen („mein Aufschlag“) weiter arbeiten.

 Obwohl es ein enormer Organisationsaufwand ist, alle Trainingseinheiten, Turniere und Spiele unter einen Hut zu bringen, fördern Sabine und Karl-Heinz Fuchs ihre Tochter gerne in ihrem Hobby. „Sie hat Spaß daran, ist erfolgreich und das unterstützen wir“, sagen die Eltern. Und dann gibt es da ja auch noch die Schule. Denn trotz aller Sportverrücktheit: „Die Schule ist mir wichtig. Ich bin auf diesem Gebiet schon sehr ehrgeizig und entsprechend bereit, auch nach dem Tennistraining noch zu büffeln“, sagt Anna-Benita Fuchs; Mathe und Physik sind – natürlich neben Sport – ihre Lieblingsfächer.

 Jetzt, Ende August, geht für Ann-Benita „eine anstrengende Saison mit vielen Turnieren und einer langen Verbandsrunde“ zu Ende. Für Anna-Benita und ihre Eltern steht Urlaub an: Strandferien in Kroatien. „Tennis werde ich dort definitiv nicht spielen“, sagt sie lachend – und gibt dann zu: „Letztendlich kann ich mich aber doch nicht lange vom Tennis fernhalten.“

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