Volksbank begrüßt neuen Partner

Erstellt: 10. Februar 2012, 00:30 Uhr
Volksbank begrüßt neuen Partner Die Partnerschaft fest ins Auge gefasst: Unter dem Dach der Volksbank Pforzheim sehen die Vorstände der Raiffeisenbank Birkenfeld (v. li. Wilfried Kahnis und Manfred Szeteli) ihren Marktbereich für die Zukunft gut aufgehoben. Die Pforzheimer Vorstandskollegen (v. re.) Jürgen Zachmann, Frank Bischoff, Fritz Schäfer und René Baum freuen sich ihrerseits über die Abrundung ihres Geschäftsgebiets im westlichen Enzkreis.

Pforzheim/Birkenfeld. Die Birkenfelder mit rund 100 Millionen Bilanzsumme seien beileibe kein kränkelndes Finanzunternehmen, betonten bei einer kurzfristig einberufenen Pressekonferenz die Aufsichtsratsvorsitzenden beider Häuser, Gerhard Bossert (Pforzheim) und Thomas Weber (Birkenfeld). Schon seit einem Jahr hätten sich die Birkenfelder Bankgremien intensiv Gedanken gemacht, wie die Zukunft am besten zu meistern wäre. Vorigen Monat beschloss dann der Birkenfelder Aufsichtsrat, mit den Pforzheimer Kollegen Fusionsverhandlungen aufzunehmen.

Aus Birkenfelder Sicht führte Thomas Weber ins Feld, dass wachsende aufsichtsrechtliche Vorschriften kleine Banken zunehmend in personelle Bredouillen brächten. Die zusätzlich erforderlichen Mitarbeiter hätten auf dem freien Markt nicht gefunden werden können, und diese Situation verschärfe sich zunehmend, wenn kurz- und mittelfristig leitende Mitarbeiter das Pensionsalter erreichten. Auch hierfür müssten externe Kräfte gewonnen werden. Vollends den Ausschlag für eine Neuorientierung habe die Ankündigung des Vorstandsmitglieds Wilfried Kahnis gegeben, aus gesundheitlichen Gründen Ende dieses Jahres ausscheiden zu wollen.

„Wir sind eine kleine, aber starke Bank“, unterstreicht Weber, „und deshalb können wir auch aus der Position der Stärke heraus Fusionsverhandlungen aufnehmen.“ Für die Volksbank Pforzheim habe die räumliche Nähe gesprochen und deren Leistungsfähigkeit, „die unseren bisherigen Kunden verbesserten Service und höhere Standards verspricht“.

So sollen alle sechs Geschäftsstellen nicht nur erhalten, sondern auch kundenfreundlicher umgestaltet werden. Auch würden nach der Fusion an allen Standorten Geldautomaten zur Verfügung stehen, was bislang erst in drei Dependancen der Fall sei. Die Kunden erwarte ein „spürbar besseres Vorort-Banking“, so das Birkenfelder Vorstandsmitglied Manfred Szeteli.

Die in der Birkenfelder Verwaltung ohnehin unterbesetzte Belegschaft brauche sich derweil keine Gedanken über Stellenabbau machen; in der künftigen Zentrale in Pforzheim seien jetzt schon Stellen unbesetzt, die dann von Birkenfelder Mitarbeitern eingenommen werden könnten. Ebenso würden die rund 4500 Birkenfelder Mitglieder adäquat in der Vertreterversammlung repräsentiert sein und ebenso im dann gemeinsamen Aufsichtsrat.

Geht es nach den Vorstellungen der Gremien beider Banken, soll die Fusion bis Jahresmitte unter Dach und Fach sein – bilanztechnisch rückwirkend zum Jahreswechsel 2011/12. Zuvor müssen freilich die Vertreter der Birkenfelder Bank und anschließend auch die Pforzheimer der Verschmelzung zustimmen. Dazu werde man die nächsten Wochen nutzen, auch die letzten Zweifler an einer Fusion davon zu überzeugen, dass dies „die beste Lösung für unsere Birkenfelder Bank“ sei, so Vorstand Manfred Szeteli. Deren seitheriges Marktgebiet werde zur Filialdirektion.

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