Viele Köche liefern leckere Suppen

Erstellt: 9. November 2011, 00:30 Uhr
Viele Köche liefern leckere Suppen Johanna Bächle lädt am Sonntag zum ersten Suppenfest in Mühlacker ein.

Mühlacker. Lachssuppe aus Finnland, Steckrübensuppe aus Norddeutschland, Anneannes Tarhana aus der Türkei, Nisk aus dem Irak, Mercimek aus der Türkei, Zwiebelsuppe aus Frankreich und Gouwarlakia aus Griechenland – die Liste von Vhs-Leiterin Johann Bächle ist lang. Zwischen 15 und 20 verschiedene Suppen aus aller Herren Länder, so schätzt sie, werden am kommenden Sonntag ab 12 Uhr im Kleinen Saal des Mühlehofes kostenfrei zu verkosten sein. Getränke gibt es zu kaufen.

Die Idee, ein Suppenfest zu organisieren, schwirrt Johanna Bächle schon seit Längerem im Kopf herum. Die Beschäftigung einer Praktikantin aus Kasachstan brachte die Sache schließlich ins Rollen.

„Es ist ein Beitrag zur Integration in Mühlacker“, betonte die Vhs-Chefin gestern bei der Vorstellung. Ein gemeinsames Fest von Menschen unterschiedlicher Nationalitäten sei eine kleine Keimzelle des Miteinanders.

Die Idee, über das Suppe-Essen ins Gespräch zu kommen, ist nicht neu. Johanna Bächle hat sie vom Landesvolksschulverband übernommen. Seinen Ursprung hat das Suppenfest in Frankreich: „Louche d’or“ oder „Goldene Suppenkelle“ heißt dort die erstmals 2001 in Lille organisierte Veranstaltung. An der Aktion in Mühlacker beteiligen sich Privatleute, Vereine und sogar Gaststätten. So will das Restaurant „Scharfes Eck“ eine Flädlesuppe vorbereiten. Die Mitglieder der Süddeutschen Gemeinschaft kochen Steckrübensuppe und Grießklößchensuppe. Einmal süß und einmal scharf sind die angekündigten tamilischen Suppen.

Über den Verein „Miteinander leben“ beteiligt sich eine irakische Familie, die Begegnungsgruppe „Wir in Lomersheim“ bringt türkische und schwäbische Spezialitäten, und auch die Frauengruppe Terra wird den Kochlöffel schwingen. Die Frauen servieren eine Bauernsuppe aus Anatolien. In Griechenland werden ebenfalls schmackhafte Suppen gegessen, wie der griechische Eltern- und Vormundverein beweisen will.

Und wessen Suppe ist die beliebteste? Darüber dürfen die Besucher selbst entscheiden. Mit drei Stimmzetteln können sie ihr Votum abgeben. Zu den Suppen wird Brot gereicht. Weder Suppenteller noch Suppenlöffel müssen die Gäste mitbringen. Dafür aber jede Menge Interesse an den Mitmenschen in ihrer Heimatstadt.

„Unser Suppenfest richtet sich vorrangig an die Menschen in Mühlacker“, so Johanna Bächle. Man teile eine Heimat. Die Vhs-Leiterin hofft auf ein schönes Fest mit über 100 Besuchern, bei dem es auch diverse Rezepte zum Nachkochen geben wird. Bei entsprechender Resonanz gebe es in einem Jahr ein zweites Suppenfest. Auch kurzentschlossene Suppenkocher dürfen sich noch bei der Volkshochschule melden. Alle anderen müssen lediglich Neugier und Appetit mitbringen.

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