Verwandte kümmern sich um Kind

Erstellt: 9. Oktober 2007, 00:00 Uhr
Verwandte kümmern sich um Kind Großeinsatz an der Unfallstelle: Der Mini der Familie aus Pforzheim wurde beim Zusammenstoß völlig zerstört. Foto: Becker

Unfall bei Illingen mit dramatischen Folgen – Hubschrauber im nächtlichen Einsatz

Illingen (the/gf) – Nach dem schweren Unfall auf der B10 bei Illingen ist noch am Sonntagabend eines der Opfer, die nach dem Frontalzusammenstoß in akuter Lebensgefahr schwebten, in eine Karlsruher Klink verlegt worden.

Im Grunde ist der Hubschrauberlandeplatz beim Mühlacker Krankenhaus für Einsätze bei Nacht gar nicht ausgelegt. So musste gegen 19.30 Uhr die örtliche Feuerwehr das Gelände ausleuchten, als ein SAR-Hubschrauber der Bundeswehr aus Malmsheim das Unfallopfer für den Flug nach Karlsruhe übernahm. Begleitet wurde der Transport von einem Notarzt aus Mühlacker.

 Auch am Montag war der Zustand der Unfallopfer teilweise noch kritisch. Wie berichtet, hatte ein 33-jähriger Familienvater die schwere Kollision ausgelöst, als er zwischen Vaihingen und Illingen trotz durchgezogener Linie mit seinem Mini überholte und mit voller Wucht in den Gegenverkehr prallte. Sowohl der Unfallverursacher wie auch seine 34-jährige Frau und die 70-jährige Fahrerin des entgegenkommenden Ford erlitten lebensbedrohliche Verletzungen. Ein acht Monate alter Säugling, der in einer Babyschale auf dem Rücksitz des Mini lag, überstand den Zusammenstoß mit leichten Blessuren. Nach Angaben der Polizei vom Montag waren neben der Freiwilligen Feuerwehr aus Illingen gleich drei Notärzte, vier Rettungswagen und ein Rettungshubschrauber an der Unfallstelle im Einsatz. Während die schwer verletzte Mutter sofort nach Ludwigsburg geflogen wurde, brachte ein Rettungswagen das Kleinkind zur Untersuchung ebenfalls ins dortige Klinikum. Der Vater und das Ehepaar aus dem Ford Fusion – der Mann auf dem Beifahrersitz wurde schwer verletzt – wurden zunächst im Krankenhaus in Mühlacker behandelt.

 Der SAR-Hubschrauber kam für die spätere Patientenverlegung deshalb zum Einsatz, weil die meisten der herkömmlichen Rettungshubschrauber nicht für den Nachtflug ausgerüstet sind. In den Jahren von 2001 bis 2006 wurde die Bundeswehrmaschine insgesamt 17 Mal durch die Pforzheimer DRK-Leitstelle hauptsächlich für nächtliche Notfalleinsätze angefordert.

 Wie das Mühlacker Tagblatt erfuhr, ist das Kind der verunglückten Pforzheimer Familie inzwischen bei Angehörigen untergebracht. Die Verkehrspolizei in Pforzheim sucht noch dringend nach weiteren Zeugen des Unfalls (Telefon 07231/186-1700).

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