Vereine bauen alten Gartenmarkt um

Erstellt: 30. Dezember 2008, 00:00 Uhr
Vereine bauen alten Gartenmarkt um Künftig findet der Mühlhäuser Feuerwehr-Bus im ehemaligen Baumarkt Platz, kündigen Wolfgang Schreiber (l.) und Ulrich Schneider an. Foto: Sadler

Mühlhausen: In Gebäude entstehen Raum für Fischer und Depot für moderne und historische Feuerwehrgeräte

Mühlacker-Mühlhausen – Während zwischen den Feiertagen meistenorts Ferienruhe herrscht, wird im Gebäude neben der Enztalbank in Mühlhausen bei frostigen Temperaturen kräftig gewerkelt. Mitglieder des Sportfischer- und des Feuerwehrvereins bauen den früheren Haus- und Gartenmarkt um.

VON THOMAS SADLER

Im Oktober hätten der Mühlhäuser Sportfischerverein und der Feuerwehr-Verein von der Bank die Räumlichkeiten des früheren Gartenmarkts für knapp 200000 Euro gekauft. Die Bank habe die von ihr benötigten Flächen mittlerweile rückgemietet, sagt Wolfgang Schreiber, Vorsitzender des Sportfischer-Fördervereins. Drei Viertel der Kosten übernehmen die Angler, ein Viertel der Feuerwehr-Verein. Unterstützung bekommen beide von der Stadt Mühlacker, die den Fischern ein zinsloses Darlehen über 18750 Euro gewährt und dem Verein der Feuerwehr einen Zuschuss von 6000 Euro zukommen lässt.

 Die Mitglieder der Vereine sind derzeit dabei, im einstigen, direkt an die Bank angrenzenden Gartenmarktgebäude einen Vereinsraum einzurichten, der ab Frühjahr, so Schreibers Schätzung, von den Fischern genutzt werden soll. Die Hälfte der 160 Quadratmeter, auf denen gerade fleißig gehämmert wird, dient dem künftigen Vereinsraum samt Sanitäranlagen, die andere Hälfte sowie das Dachgeschoss wollen die Sportfischer zum Lagern von Kleingeräten nutzen.

 Etwas kleiner, nämlich 120 Quadratmeter groß, ist der Platz, den der Feuerwehrverein belegen wird. Hier fänden ein von der Firma Bosch gespendeter VW-Bus, ein Mannschaftstransportwagen für die örtlichen Floriansjünger, ein Schlauchboot und ein Schlauchanhänger Platz, teilt Ulrich Schneider, Vorsitzender des Feuerwehr-Vereins, unserer Zeitung mit. Wobei die Halle nicht nur als Unterstand für zeitgenössische Ausrüstungsgegenstände dient, sondern durchaus auch musealen Charakter erhält. Denn historische Utensilien wie eine Feuerwehrgerätespritze aus dem Jahr 1901, Kleidung aus den ersten Jahren des vorigen Jahrhunderts und eine Leiter von 1921 finden hier ebenfalls Platz. Bisher seien die Gerätschaften bei Privatpersonen, unterm Dach des Rathauses und in der Kelter aufbewahrt worden. Allerdings, bedauert Schneider, seien hin und wieder Gegenstände wie alte Petroleumlampen abhanden gekommen.

 Stolz sind die Mühlhäuser Vereine auf ihre Fotovoltaikanlage auf dem Dach des einstigen Markts. Damit, freuen sie sich, könnten sie auch gleich einen praktischen Beitrag zum Umweltschutz leisten.

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