Verein baut auf begabten Nachwuchs

Erstellt: 9. Dezember 2008, 00:00 Uhr
Verein baut auf begabten Nachwuchs Das Große Blasorchester des Musikvereins gestaltet unter der Leitung von Musikdirektor Horst Bartmann die zweite Programmhälfte des Konzerts. Fotos: Appich

Solisten und Orchester des Musikvereins Mühlacker begeistern beim Jahreskonzert das Publikum im Mühlehof

Mühlacker – Anfänger und „alte Hasen“ hat der Musikverein am Sonntag im Gottlob-Frick-Saal auftreten lassen. Beim traditionellen Jahresabschlusskonzert stellte der Verein den rund 350 Besuchern alle seine Orchester vor.

VON RAINER APPICH

„Das Eis zu brechen“, wie Moderator Manfred Teply es ausdrückte, war Aufgabe der Flötengruppe von Almut Wagner. Sich dieser Bürde wohl bewusst, betraten acht konzentrierte Flötenkinder die Bühne. Viel Applaus erhielt die kleine Gruppierung für ihre zweistimmig vorgetragenen Weihnachts- und Kinderlieder aus aller Welt.

 Plötzlich glaubte man, ein Waldhorn erklinge im Gottlob-Frick-Saal. Dabei war gar kein Hornist zu sehen. Stattdessen hatte das Akkordeonorchester von Dieter Wenzel auf dem Podium Platz genommen und zeigte, welche Klangvielfalt das Instrument besitzt. Nicht nur bei den mal heiter beschwingten, mal melancholischen Variationen zum Volkslied „Jetzt gang i ans Brünnele“, überschrieben als „Schwäbische Rhapsodie“, kam diese Fülle der Möglichkeiten zum Tragen. Die  Phantasie regte sich auch bei den Melodien, die in die Weiten Russlands entführten.

 Nach dem Akkordeonorchester schlug die Zeit der Blasmusiker. Schülerorchester, Jugendorchester und Großes Blasorchester zeigten die stetige Weiterentwicklung im orchestralen Zusammenspiel. Mit Schwung und Elan intonierten das Schülerorchester den 60er-Jahre-Hit „Da doo ron ron“ der Gruppe Crystals und den mit Elementen des Swings aufgepeppten Gospelsong „Rock my Soul“. „Immer wieder bei Null anfangen, mit einem Schülerorchester die ersten Gehversuche machen und die Fortgeschrittenen ins Jugendorchester integrieren, dazu gehört viel Kraft und Hingabe“, sagte Teply über den Leiter des Schüler- und Jugendorchesters Michael Werner. Mit Musical- und Fernsehmelodien und dem Stück vom „Klarinetten-Muckl“ setzte das Jugendorchester das Programm fort. „Ein Riesentalent am Schlagzeug“, bemerkte der Moderator über die rasanten Stöcke von Johannes Spohr. Der Schlagzeuger, Trompeter Stefan Franz und die Klarinettisten Kristina Lindauer und Christian Stark begeisterten die Zuhörer als Solisten im Jugendorchester.

 Mit dem „Florentiner Marsch“ eröffnete das Große Blasorchester unter Musikdirektor Horst Bartmann den zweiten Konzertabschnitt. Anfangs kommunizierten Klarinetten und Querflöten im zarten Zwiegespräch bei der Ouvertüre zur Operette „Orpheus in der Unterwelt“. Zug um Zug setzte der Rest des Orchesters ein, um schließlich im furiosen „Höllen-Cancan“ anzukommen. Trompeter Michael Werner unterstrich seine Klasse beim rasanten, südamerikanischen Stück „Macarena“, und Posaunist Adolf Faber, Hornist Andreas Werner, sowie die Saxophonisten Sabrina Unselt und Rudi Saballus glänzten als Solisten in einem Medley von Hits des unvergessenen Frank Sinatra.
 Mit einem Marsch hatte das Orchester seinen Auftritt begonnen. Mit einem Marsch beendete es diesen auch. Die gut 40 Musiker ließen vor einem begeistert klatschenden Publikum die „Regimentskinder“ aufmarschieren.

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