Uwe Hück teilt ordentlich aus

Erstellt: 30. Mai 2011, 00:00 Uhr
Uwe Hück teilt ordentlich aus Kräftige Schläge teilt der Thaiboxer und Porsche-Betriebsratvorsitzende Uwe Hück (ganz re.) bei seinem Schaukampf aus. Alexander Graf, Vorsitzender des veranstaltenden Kombat-Sambo-Vereins, demonstriert im Rahmen der offenen Süddeutschen Meisterschaft handfestes Geschick in der Waffenabwehr und lässt dem Angreifer mit dem Messer nicht den Hauch einer Chance. Foto: Tilo Keller

Porsche-Betriebsratsvorsitzender lässt Fäuste und Füße fliegen – Beim Kombat-Sambo-Turnier geht es hart zur Sache

Die Kampfsportart Kombat-Sambo und einen Auftritt von Porsche-Betriebsratschef Uwe Hück hat das Publikum am Samstag in der Mühlacker Enztalsporthalle bestaunt.

Von Claudia Keller

Mühlacker. Am Turniertag ist es in der Enztalhalle ordentlich zur Sache gegangen. Teilnehmer aus ganz Deutschland gingen bei der offenen Süddeutschen Meisterschaften in der Kampfsportart Kombat-Sambo an den Start. Auch Porsche-Betriebsratvorsitzender Uwe Hück, ehemaliger Thaibox-Europameister und Sponsor der Veranstaltung, mischte in einem Schaukampf tatkräftig mit.
 „Sambo ist Selbstverteidigung ohne Waffen“, erklärte Sergej Kavun, Administrator des veranstaltenden Kombat-Sambo-Vereins. Der Club unterrichtet in Mühlacker und Pforzheim den ursprünglich aus Russland stammenden Kampfsport. „Er vereint die einfachsten und effizientesten Methoden aus verschiedenen Kampfsportarten“, machte Kavun klar.

 Der gastgebende Verein empfing Mannschaften aus Bad Kissingen, Stuttgart, Pattonville, Künzelsau, Würzburg und Heidenheim. Insgesamt 24 Kinder im Alter von sechs bis 14 Jahren und 51 ältere Sportler traten in Mühlacker an.

 Im Gegensatz zum Sport-Sambo, das ohne sichtbaren Körperschutz ausgeführt wird, traten 17 der erwachsenen Teilnehmer auch im Kombat-Sambo an, das mit Schienbein-, Hand- und Kopfschutz ausgetragen wird. Bevor dieser deutlich härtere Wettkampf startete, erklärte Bundestrainer Albert Köpplin aus Bad Kissingen den Teilnehmern noch einmal genau das Reglement. „Viele kommen aus anderen Kampfsportarten zu uns“, erklärte Jugendbundestrainer Arthur Renz aus Stuttgart den Abgleich der Regeln. „Ich bin immer froh, wenn es keine Verletzten gibt.“ Die ersten Begegnungen zeigten schnell, dass beim Kombat-Sambo die Fäuste recht heftig zum Einsatz kommen und die Schutzkleidung wirklich gebraucht wird. Spektakuläre Würfe wechselten sich mit kräftezehrendem Ringen ab, das die Teilnehmer der Juniorenklasse vier Minuten und die Erwachsenen fünf Minuten überstehen mussten. Während der Wettkämpfe waren gleichermaßen Anfeuerungsrufe in deutscher und in russischer Sprache zu hören.

 Kurzzeitig sprachlos waren die Zuschauer beim Schaukampf im Thaiboxen. Dumpf knallten die Schläge gegen Schienbeinschoner und Boxhandschuhe. Die Schläge, die Uwe Hück austeilte, klangen noch dumpfer. Mit sechs weiteren Thaiboxern demonstrierte Hück seinen Kampfsport. „Das ist erlaubt, das ist erlaubt und das ist auch erlaubt“, führte er einige schmerzhaft aussehende Tritte in unterschiedlicher Höhe gegen den Körper seines etwas zierlicheren Gegners vor. Das Publikum und die Sambo Kämpfer vergaßen vor lauter Staunen zunächst das Applaudieren. „Wenn einer nicht klatscht, kommt er zu mir“, drohte Hück. Pflichtschuldig holten die Zuschauer den Applaus nach, denn mit den Schlägen, die die durchtrainierten Jungs auf der Matte einstecken konnten, wollte keiner der Gäste Bekanntschaft machen.

 Am Rande des Turniers war bei Hück von der Härte, die er eben noch im Kampf gezeigt hatte, nichts mehr zu spüren. Herzlich begrüßte er zahlreiche Freunde und Bekannte. „Anständige Kämpfer sind anständige Menschen“, brachte Hück sein Bestreben auf den Punkt, jungen Leuten durch Kampfsport Halt zu geben und Disziplin zu lehren. „Die Jungs lernen, mit Aggression umzugehen.“ Applaus forderte Hück erneut, als Kombat-Sambo Vereinsvorstand Alexander Graf seinen Schaukampf bestritt und dabei das Messer eines Angreifers in hohem Bogen davonflog, der Angreifer mit der Pistole eindeutig den Kürzeren zog und auch der Kerl mit dem Schlagstock schnell im Schwitzkasten landete.

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