Umgebautes Team ist in sich stimmig

Erstellt: 5. Mai 2010, 00:00 Uhr
Umgebautes Team ist in sich stimmig Selbstbewusst: Trainerin Karin Kiontke (li.) und ihr S-Team mit dem Schimmel Captain Kirk feiern auch nach dem Umbruch wieder Erfolge. Foto: Stahlfeld

Nach Generationswechsel turnt die neue S-Gruppe von Pegasus Mühlacker weiter auf Spitzenniveau.

Das Senior-Team von Pegasus Mühlacker hat vor der nun angebrochenen Saison einen Generationswechsel vollzogen, sogar eine Zehnjährige turnt nun mit. Die Top-Riege des Voltigier- und Reitvereins hat ihr Niveau trotz personellem Umbruch gehalten, wie die ersten Resultate zeigen.

 Von Ulrike Stahlfeld

Mühlacker.  Pegasus-Trainerin Karin Kiontke blickt optimistisch in die sportliche Zukunft des Baden-Württembergischen Meisters. Seit Winter 2004 trainiert Karin Kiontke die Voltigierer, die in der obersten Klasse, der S-Klasse, antreten. Beim Fußball wäre das wohl die Bundesliga, macht sie deutlich, auf welch hohem Niveau ihre Schützlinge sich beweisen. Erst vor anderthalb Wochen belegte die Pegasus-Riege den fünften Platz beim Turnier in Leonberg, einem Wettbewerb gespickt mit Europameistern und Landesmeistern aus mehreren Nationen.

 Fünfter der Deutschen Meisterschaft, Süddeutscher Vizemeister und Baden-Württembergischer Meister, die Bilanz des vergangenen Jahres kann sich ebenfalls sehen lassen. Isabel Dürr nutzte zum Bedauern von Karin Kiontke die „Super-Saison“, um hinter ihrer Karriere einen „guten Schlusspunkt“ zu setzen. Neben der 24-Jährigen aus Bretten sagte auch Jens Henne Tschüss. Wehrdienst, Auslandsaufenthalt und Studium heißen derzeit die Prioritäten in seinem Leben, wenngleich Karin Kiontke darauf hoffen kann, dass der 20-Jährige aus Maulbronn „vielleicht wieder einsteigt“.

 Um wie die Mühlacker Votigierer sein Jahren erfolgreich zu sein, muss die Gruppe in sich stimmig sein. Da klappt ein Wechsel nicht immer auf Anhieb und auch Karin Kiontke musste beim ersten Turnier Anfang Februar feststellen, dass in der neuen Besetzung etwas „nicht passt“.

 Nach weiteren personellen Veränderungen hat die Trainerin aus Niefern jetzt ein gutes Gefühl. Mandy Owusu aus Mannheim ist eine der Nachrückerinnen. Die 17-Jährige ist laut Karin Kiontke eine erfahrene Voltigiererin.

Die Voltigierer trainieren
mindestens dreimal pro Woche

 Marie-Luise Böhm aus Wiernsheim dagegen wurde mit ihrer Nominierung quasi ins kalte Wasser geworfen. Die Zehnjährige ist nach Einschätzung ihrer Trainerin sehr begabt: „Außerdem brauchten wir jemanden kleines und leichtes, der oben turnt.“ Über Ostern hatte sie beim Turnier in Saumur in Frankreich ihren ersten offiziellen Einsatz. Die Trainerin: „Hat sie super gemacht.“

 Hinter der Leistung steckt nicht nur bei Marie-Luise Böhm Fleiß. „Minimum drei Mal die Woche“ ist für die Heranwachsenden im Alter zwischen zehn und 25 Jahren Training angesagt. Hinzu kommt Joggen und Krafttraining, denn das Voltigieren stellt viele Anforderungen sowohl im turnerischen wie auch im akrobatischen Bereich. Karin Kiontke: „Es ist eine vielfältige Sportart.“ Hinzu komme der Umgang mit einem Lebewesen, stellt die Trainerin mit Blick auf das Pferd der Gruppe, Captain Kirk, fest.

Trainerin baut auf den starken
Zusammenhalt in der Gruppe

 Und auf keinen Fall dürfe der Spaß fehlen, denn die Sportlerinnen müssten für den Erfolg mit Pegasus Mühlacker auf vieles verzichten, so die Trainerin weiter. Karin Kiontke kann jetzt wieder auf eine starke Gruppe bauen. „Wir vertrauen uns, unser Zusammenhalt ist groߓ, erklärt Nina Giesecke aus Enzberg das Geheimnis des lang anhaltenden Erfolgs. Die 20-Jährige Voltigierin: „Es ist unser perfektes Zusammenspiel“.

 Für Karin Kiontke ist der Umbruch überstanden. Mit Antonia Schubert (Vaihingen), Nina Giesecke (Enzberg), Julia Zimmermann (Ötisheim), Elena Helmle (Karlsruhe), Denise Kiontke (Niefern), Marie-Luise Böhm (Wiernsheim) und Mandy Owusu (Mannheim). Mittlerweile habe sich das neue Team gefunden: „Ich habe ein gutes Gefühl“. Sie will auf jeden Fall das Niveau halten und „mindestens so gut wie im letzten Jahr sein.“

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