THG: Gemeinderat fasst neuen Beschluss

Erstellt: 15. Oktober 2008, 00:00 Uhr

Der Erweiterungsbau am Gymnasium wird jetzt doch mit acht Klassenzimmern geplant

Mühlacker (fg) – Der Ergänzungsbau am THG bekommt jetzt doch acht statt wie bisher geplant sechs Klassenräume. Gestern Abend revidierte der Gemeinderat einstimmig einen entsprechenden Beschluss vom April 2008.

Ausschlaggebend für den Sinneswandel war unter anderem, dass das Land plant, den Klassenteiler zu senken, und das THG als Ganztagesschule in offener Angebotsform ausgebaut werden soll. Dadurch entsteht sätzlicher Raumbedarf.

 Durch die angekündigte schrittweise Senkung des Klassenteilers auf generell 28 bis Mitte des nächsten Jahrzehnts müsste das THG übergangsweise drei Klassen mehr bilden. Vor dem zusätzlichen Hintergrund der Bauarbeiten für Brandschutzmaßnahmen im Altbau hat der Gemeinderat gestern beschlossen, den Ergänzungsbau von Anfang an mit acht Klassenzimmern zu planen. Die Raum-Situation wird nämlich dadurch verschärft, dass bei den Arbeiten im Altbau die Schüler ganze Etagen räumen müssen. Dadurch können bis zu acht Klassenräume vorübergehend nicht genutzt werden. Ein Ersatz müsste in Form von Containern beschafft werden. Die Kosten hierfür wären kaum geringer als die Mehrkosten, wenn der Ergänzungsbau gleich mit acht statt sechs Klassenräumen errichtet wird. Die Planungen sollen bis Ende des Jahres abgeschlossen sein, die Bauarbeiten bis Ende 2009.

 Der Beschluss im Gemeinderat für die Lösung mit acht Klassenzimmern im Neubau fiel einstimmig aus. „Wenn die Ganztagesschule kommt, wollen wir sie nicht am Raumbedarf scheitern lassen“, bewertete CDU-Sprecher Günther Bächle die Raumdiskussion neu. Im April hatte er – unter anderen Vorzeichen – noch vehement für die kleine Lösung mit sechs Klassenzimmern gekämpft.

 „Wir haben damals einen Ergänzungsbau mit sechs Klassenräumen beschlossen mit der Option dort im Erdgeschoss für eine Ganztagesschule noch zwei weitere Klassenräume einzurichten. Dieser optionale Zeitpunkt ist jetzt eingetreten“, wollte Rolf Leo den neuen Beschluss nicht als Kehrtwende betrachten, sondern als logische Fortsetzung dessen, was im April – nach teils heftigen Debatten unter anderem mit der Schulleitung – beschlossen wurde.

 Wie Bürgermeister Abicht auf Nachfragen erklärte, werde es bei der ursprünglichen Kostenschätzung von 3,4 Millionen Euro für einen Ergänzungsbau mit acht Klassenzimmern bleiben. Eine bittere Pille musste der Bürgermeister dann allerdings doch noch hinterherschieben: „Die Kosten für Brandschutzmaßnahmen am Gymnasium werden sich noch einmal erhöhen. Die beauftragten Ingenieure haben neue Schwachstellen entdeckt.“

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