Taktische Schachzüge sind nicht gefragt

Erstellt: 27. Februar 2009, 00:00 Uhr
Taktische Schachzüge sind nicht gefragt „Wir wissen, woran es liegt“Der bisherige Saisonverlauf war nicht nur für den Schlussmann Thomas Fritsch (r.), sondern für den SV Illingen insgesamt schmerzlich. Die Mannen um Kapitän Björn Kachel (stehend mit Ball), wollen jetzt möglichst schnell raus aus dem Tabellenkeller. Foto: Eigner

Für den SV Illingen heißt es im Kellerduell der A 3-Liga beim VfR Sersheim: „Farbe bekennen“

Illingen – Eine desolate Hinrunde wollen die Fußballer des SV Illingen ganz schnell vergessen machen, und am besten gleich am Sonntag damit anfangen. Das Kellerduell beim punktgleichen VfR Sersheim steht an, der wie Illingen auf einem Abstiegsplatz steht. Doch SVI-Trainer Ferdinand Haupt plagt die Ungewissheit.

VON STEFFEN-MICHAEL EIGNER

„Wir wissen nicht so recht wo wir stehen“, klagt Ferdinand Haupt. Denn der Winter hat so manche Trainingseinheit auf dem Rasen ausfallen lassen. „Wir haben trotzdem regelmäßig trainiert, waren aber viel Laufen, und ab und zu in der Soccer-Halle in Flehingen. Deshalb haben wir jetzt noch Nachholbedarf im taktischen Bereich“, begründet der Trainer des SV Illingen, fügt aber hinzu: „Das gleiche Problem hatten alle anderen auch.“ Taktische Schachzüge seien am kommenden Sonntag in Sersheim ohnehin nicht gefragt. „Das wird ein Spiel über den Kampf“, sagt der SVI-Coach voraus. „Jetzt heißt es Farbe bekennen.“

Ferdinand Haupt drückt Wiernsheim die Daumen

Sowohl Sersheim als auch Illingen stehen mit je 14 Punkten in der Abstiegszone, punktgleich davor der TSV Nussdorf, dem die Dienstfahrt zum Tabellenfünften nach Wiernsheim bevorsteht. Dessen Trainer Kai-Uwe Kussmaul strotzt gerade vor Selbstvertrauen: „Platz zwei oder drei ist für uns in dieser Saison möglich“, äußerte sich der Wiernsheimer Coach in dieser Woche. „Ich drücke den Wiernsheimern die Daumen“, sagt Haupt, meint damit aber insbesondere deren Spiel übermorgen gegen Nussdorf. „Ich hoffe, die Wiernsheimer haben nichts gegen mich, und fahren drei Punkte ein“, sagt SVI-Coach lachend. Denn dann würden seine Illinger mit einem Sieg in Sersheim die Abstiegszone einstweilen verlassen. Immerhin: die Ergebnisse in zwei Testspielen machen Mut.

 Gegen den B-Ligisten SV Iptingen gelang Illingen ein 2:0, den GSV Hemmingen aus der Kreisliga A 2 besiegte die Truppe von Ferdinand Haupt mit 2:1: „Da galt es aber vor allem, den Rhythmus wieder aufzunehmen und die Neuzugänge zu integrieren.“ Deren fünf sind zum Kader des SVI hinzugestoßen. Einmal als Vestärkung für das offensive Mittelfeld der 30-jährige Rückkehrer Arben Thaqi, der in der Hinrunde pikanterweise noch für Sersheim aktiv war. Von der KSG Gerlingen wechselt der 22-jährige Stürmer Benjamin Schmidt zum SV Illingen. Aus Zaisersweiher kommt Kadir Tuzluca, ein Mann für die Abwehr. Des Weiteren wollen die Illinger Eigengewächse Patrick König (19, Sturm) und Markus König (23, Abwehr) nach einer längeren Fußball-Auszeit wieder ins Spielgeschehen eingreifen.

 „Damit haben wir jetzt einen gut aufgestellten Kader, mit dem wir da unten rauskommen“, kündigt Trainer Haupt an: „An und für sich gehören wir da, wo wir stehen, ja gar nicht hin. Aber wir wissen, woran es liegt. Wir haben die Situation aufgearbeitet. Jetzt müssen wir schnell da unten raus und Selbstvertrauen tanken. Oh je, ich höre mich ja schon abgedroschen an. Aber genau um diese Dinge geht es jetzt.“

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