SWR3-Dancenight wird ein Regentanz

Erstellt: 24. Juli 2010, 00:00 Uhr
SWR3-Dancenight wird ein Regentanz Die Besucher genießen die SWR3-Dancenight im Mühlacker Freibad, auch wenn das Wetter nicht mitspielt. DJ Tobias Radloff und atmosphärische Beleuchtung sorgen für Stimmung. Foto: Tilo Keller

Veranstaltung im Mühlacker Freibad leidet unter schlechtem Wetter – Trotzdem kommen Partygäste, um zu feiern

Es hätte eine große Beachparty werden sollen, doch die SWR3-Dancenight im Mühlacker Freibad hat gestern Abend stark unter dem schlechten Wetter gelitten. Die Besucher, die kamen, feierten trotzdem.

Von Maik Disselhoff

Mühlacker. „Es ist alles perfekt vorbereitet, aber fürs Wetter ist eben niemand zuständig“, brachte Freibadchef Rudi Pfisterer das Dilemma des verregneten Freitagabends auf den Punkt. Bei der fünften Auflage der Dancenight wurde den Machern der DLRG-Ortsgruppe, die kurz nach Einlass um 20 Uhr gegen das Wasser von oben noch zusätzliche Zelte und Schirme auftrieben, nichts geschenkt. „Man kann nur warten, bis es dunkel wird, damit das Elend wenigstens nicht mehr zu sehen ist. Fühlen tut man’s dann allerdings immer noch“, analysierte DLRG-Sprecherin Silke Klaar die Lage.

 1000 Besucher – wie beim Gewitter vor zwei Jahren – das sei die Wunschgrenze und das Ziel des Vereins, meinte die Sprecherin, die nicht mehr beziffern konnte, wie viele Wetterprognosen sie sich in den letzten Tagen aus dem Internet geholt hat. „Wir haben immer gedacht, dass es noch gut gehen kann und dabei voll auf die Mühlacker Niederschlagsstatistik gesetzt“, sagte Klaar mit einem Lachen.
 Auch wenn der Regen ein Loch in die Vereinskasse reiße, glaube sie schon, dass es nächstes Jahr eine weitere Auflage der Veranstaltung geben werde. „So einen Rückschlag müsse man einkalkulieren“, sagte die DLRG-Sprecherin, die von einer Investition im fünfstelligen Bereich sprach. 16 Grad in der Luft, 24 im Wasser: trotz der widrigen Umstände kamen in kleinen Gruppen immer wieder Besucher ins Bad. „Jeden, der hier heute reinkommt, würde ich am liebsten persönlich begrüßen“, betonte Klaar. Felix Lutz aus Lomersheim war einer der Gäste, die das miese Wetter kalt ließ. Der 18-Jährige, der mit vier Freunden zur SWR3-Dancenight gekommen war, hatte sogar ganz mutig eine Badehose angezogen. „Es wird bestimmt besser“, meinte er optimistisch.

„Wenn schon mal was
auf die Beine gestellt wird,
dann geht man auch hin“

 Steffen Stricker aus Großglattbach bewies ebenfalls Moral. Sein Standpunkt: „Man kann nur hoffen, dass der Regen aufhört. Aber wenn schon mal was auf die Beine gestellt wird, dann geht man auch hin“, betonte Stricker, der schon häufiger bei der SWR3-Dancenight mitgefeiert hat.

 Bei anderen Bedingungen hätten die beiden Helferinnen des DLRG keine Zeit für ein Gespräch gehabt. Doch an ihren Kassen am Getränkestand war es auch eine Stunde nach Veranstaltungsbeginn noch sehr ruhig. „Wir bleiben trotzdem optimistisch“, betonte Ute Zeh.

 Nur wenige Meter entfernt saßen die Mitglieder des Technischen Hilfswerks (THW) unter einem Zelt. „Das ist schon traurig, eigentlich haben wir die Beleuchtung umsonst aufgebaut“, sagte THW-Zugführer Steffen Bandle. Das DLRG-Team könne einem Leid tun, zogen die Männer mit der blauen Uniform Bilanz.

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