Sturmböe trifft Bauernhof schwer

Erstellt: 25. Oktober 2006, 00:00 Uhr
Sturmböe trifft Bauernhof schwer Ein Bild der Verwüstung: Erheblicher Sachschaden ist in der Nacht zum Dienstag auf dem Biobauernhof Blessing in Wiernsheim entstanden. Fotos: Küppers

Gewittersturm wütet in Wiernsheim – Straßen blockiert

Wiernsheim – Ein schwerer Gewittersturm hat in der Nacht auf Dienstag ein Stalldach auf dem Aussiedlerhof Blessing nahe Wiernsheim stark beschädigt. Der Komplex, der die Melkmaschine und Milchkühlung beherbergt, wurde mitten in der Nacht abgedeckt.

VON RALPH KÜPPERS

Das Unheil hat den Bio-Bauernhof, der zwischen Pinache und Wiernsheim rechts neben der Landesstraße liegt, ebenso unerwartet wie heftig getroffen. Indiz für die Gewalt des Unwetters: Ein massiver Balken wurde vom heftigen Wind rund 20 Meter weit mitgerissen und hat einen im Hof abgestellten Gabelstapler getroffen. Das Fahrzeug wurde schwer beschädigt.

 Seniorchef Dieter Blessing sagte tags darauf gegenüber unserer Zeitung, dass der betroffene Stall bereits im Jahr 1958 erbaut worden sei und seitdem Wind und Wetter getrotzt habe. Doch eine extreme Sturmböe in der vergangenen Nacht war zu viel für die Konstruktion. Zur Schadenshöhe konnte Blessing zunächst keine Schätzungen abgeben. Noch bevor ein Sachverständiger der Versicherung eintraf, wurde ein örtlicher Handwerker damit beauftragt, das Dach provisorisch abzudichten, um Folgeschäden an den wertvollen Maschinen im Stall zu vermeiden. Auf einem Feldweg neben dem Bioland-Hof wurde in der Nacht ein Obstbaum umgerissen. Auch auf dem benachbarten Reiterhof beim Hohen Kreuz fiel ein Baum um und stürzte unmittelbar neben geparkte Autos.

 Um 4.40 Uhr wurde am Dienstagmorgen die Wiernsheimer Feuerwehr alarmiert. Sie sollte zwischen Wiernsheim und Serres einen Baum beseitigen, der dort aber gar nicht lag. Dafür zersägten die Helfer einen innerhalb von Wiernsheim umgestürzten Baum, der über den Gehweg auf die Fahrbahn ragte.

 Die Mühlacker Feuerwehr hatte in der Nacht zum Dienstag keinen Sturmeinsatz, hieß es dort gestern auf Nachfrage des MT.

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