Sturm auf die Geräteburg

Erstellt: 28. März 2007, 00:00 Uhr
Sturm auf die Geräteburg Hoch konzentriert präsentierten die jungen Turner ihre Übungen. Foto: Habenicht

180 Nachwuchsturner messen sich – Kraft und Geschicklichkeit sind gefragt

Purzelbäume, Standwagen, Kopfstände und die Eroberung einer Burg haben die Besucher der 123-Halle in Vaihingen am vergangenen Wochenende zu sehen bekommen. Zu den Zwei-plus-Zwei-Wettkämpfen hatten etwa 180 Kinder gemeldet, ein Großteil davon aus der Region Mühlacker.

VON NINA HABENICHT

Gewusel und lautes Stimmengewirr in der Halle. Die Aufregung der kleinen Turner ist förmlich zu greifen. Nervös kauen einige an den Fingernägeln, andere trippeln von einem Fuß auf den anderen. Endlich geht es los, und die Mannschaften die je aus vier Teilnehmern bestehen, werden zu ihren Startplätzen gebeten. Als erstes stehen die Pflichtübungen an den Geräten auf dem Plan. Die E- und D-Jugend-Mädchen dürfen ihr Können beim Sprung und auf dem Schwebebalken unter Beweis stellen. Einen Meter hoch ist der Bock, den die C-Jugend zu überspringen hat. Statt auf dem Balken müssen die Buben eine Übung im Bodenturnen präsentieren.

 Nervosität hin, Aufregung her. Jetzt sind plötzlich alle bis in die Haarspitzen konzentriert. Jeder Einzelne gibt sein Bestes, auf jeden kommt es für die Mannschaftswertung an. „Es geht um die Zusammenarbeit der Mannschaft, dass Mithelfen innerhalb der Gruppe“, sagt Angelika Raith, Vizepräsidentin und zugleich Pressesprecherin des Turngaus Neckar-Enz, der die Wettkämpfe veranstaltet.

 Als nächstes stehen Phantasieübungen auf dem Programm. Zunächst gilt es, die mächtige „Geräteburg“, eine auf Barrenholme abgelegte Weichbodenmatte, zu erobern. Aus zehn Metern stürmen die Mannschaften geschlossen auf die Burg und erklimmen die Matte in 1,30 Metern Höhe. Doch Vorsicht! Die Mauern der Burg scheinen mit klebrigem Pech bestrichen: Die Barrenholme dürfen also nicht berührt werden. Geschwind, geschwind! Die Uhr läuft mit. Welche Mannschaft erobert das Gemäuer am schnellsten. Die D- und E-Jugendlichen bekommen Kästen als Kletterhilfe. Die zweite Phantasieübung ist buchstäblich eine „Hängepartie“, bei der Kraft und Geschicklichkeit gefragt sind. Jeder Turner muss versuchen, an einer Reckstange hängend binnen 30 Sekunden mit den Füßen so viele Reissäckchen wie möglich über ein 15 Zentimeter hohes Hindernis zu bugsieren.

 Am Ende des Tages haben die 180 kleinen Turner jede Menge Punkte für ihre Mannschaften gesammelt (Resultate siehe Tabelle unten rechts) und sind obendrein mächtig außer Puste.

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