Stopp-Stelle als Sofortmaßnahme

Erstellt: 28. Oktober 2011, 23:30 Uhr
Stopp-Stelle als Sofortmaßnahme Die Kreuzung oberhalb der Mühlhäuser Steige: Stopp-Schilder sollen hier für mehr Sicherheit sorgen.

Der Eindruck beim Ortstermin: Ohne einen Umbau zum Kreisverkehr lässt sich am Knotenpunkt der beiden Kreisstraßen 4505 und 4506 keine entscheidende Verbesserung erzielen. Als erste Sofortmaßnahme sollen für den Verkehr auf der K4504 von Roßwag nach Lomersheim, wo derzeit „Vorfahrt beachten“ gilt, Stoppschilder platziert und ein zusätzliches Tempolimit eingerichtet werden.

Nach der Bilanz der Polizei ereigneten sich dort seit Anfang 2006 neun Unfälle mit drei Schwerverletzten und einem Todesopfer. Der Sachschaden betrug insgesamt 600000 Euro.

Der tödliche Unfall eines Motorradfahrers am 24. Juli hatte die alte Mühlacker Forderung nach einem Kreisel, der aus Sicht des Enzkreises bislang keine höchste Priorität genießt, neu in den Fokus gerückt. Der Mann aus dem Kreis Heilbronn war, als er aus Richtung Roßwag kommend die Kreuzung geradeaus in Richtung Lomersheim überqueren wollte, in das Auto eines 18-Jährigen geprallt. Der junge Fahrer war von Mühlhausen kommend in Richtung B10 unterwegs und hatte Vorfahrt. In der Kommunalpolitik waren anschließend Stimmen laut geworden, wonach der Kreisverkehr nun entschlossener verfolgt werden müsse. Andererseits gibt es Bedenken in Mühlhausen, dass schwere Traktoren mit Anhänger, die auf der Mühlhäuser Steige bergauf fahren, vor dem Kreisel stoppen und am Anstieg neu anfahren müssten.

Vor dem Ortstermin an der Steige hatten die Teilnehmer der Verkehrsschau, darunter Oberbürgermeister Frank Schneider und Stadträte verschiedener Fraktionen, bereits mehrere Punkte in der Kernstadt angesteuert; unter anderem die Fußgängerzone in der Bahnhofstraße, wo trotz Verbot und Kontrollen munter durchgefahren wird. Die Verwaltung will nun den Vorschlag eines Pollers prüfen, der die Durchfahrt versperrt.

Einmal mehr wurde auch über die Vorfahrtsregelung an der Ecke Hindenburgstraße und Uhlandstraße beratschlagt, wo derzeit die in Tempo-30-Zonen übliche Rechts-vor-links-Regelung gilt, andererseits aber die Sichtverhältnisse auf der Hindenburgstraße nicht die besten sind. „Insbesondere Anwohner und Busunternehmer“, berichtet der Leiter des zuständigen Ordnungsamts, Ulrich Saur, wollten eine Bevorrechtigung der Hindenburgstraße erreichen und hatten sich deshalb ans Rathaus gewandt. Aus Sicht der Polizei habe sich jedoch die heutige Regelung bewährt, eine Änderung sei deshalb, so der Behördenchef, nicht vorgesehen.

„Alte“ Ziegeleistraße soll

deutlich schmäler werden

Das alte Teilstück der Ziegeleistraße soll, um die hohen Geschwindigkeiten in den Griff zu bekommen, deutlich schmäler werden. Im Zuge einer Sanierung des Fahrbahnbelags werde die Straße von derzeit 13 Metern auf noch etwa 8,50 Meter verschmälert, heißt es aus dem Rathaus. Am Kreisverkehr Ziegeleistraße, Vetterstraße und Lienzinger Straße soll, um die Sicht zu verbessern, ein privater Zaun verlegt werden.

Probleme gibt es im Umfeld der Wendler-Grundschule in Lomersheim, wo laut der Stadtverwaltung Eltern, die ihre Schüler bringen und abholen, regelmäßig für Behinderungen sorgen. Nun will die Stadt über die Schule nochmals einen Appell an die Eltern richten, korrekt zu parken und ihr Auto notfalls unten am Kirchplatz abzustellen. Der Gemeindevollzugsdienst werde verstärkt das Durchfahrtsverbot auf der Kirchbergstraße kontrollieren.

Weiterlesen
Steelers mit neuem Logo und altem Ziel

Steelers mit neuem Logo und altem Ziel

Saisoneröffnungs-Pressekonferenz: Der Umzug nach Stuttgart ist kein Thema beim SC Bietigheim-Bietigheim Das Logo der Steelers und das Erscheinungsbild auf dem Eis sind neu, die Ziele und das Team sind weitestgehend… »