Stephan Scholl rückt an die Spitze der Sparkasse Pforzheim Calw

Erstellt: 31. Januar 2012, 00:30 Uhr
Stephan Scholl rückt an die Spitze
der Sparkasse Pforzheim Calw Stephan Scholl.

Pforzheim/Enzkreis. Aus dem heutigen Stellvertreter wird im Herbst der neue Vorstandschef: Der Verwaltungsrat der Sparkasse Pforzheim Calw hat am Montag Stephan Scholl zum neuen Vorstandsvorsitzenden gewählt. Der 54-Jährige tritt zum 1. Oktober die Nachfolge von Dr. Herbert Müller an, der in den Ruhestand geht.

Scholl setzte sich in der Wahl des neuen Sparkassenchefs gegen den externen Bewerber Volker Wirth durch, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Singen-Radolfzell. Der zweite interne Bewerber, der Sparkassen-Vorstands-Vize Hans Neuweiler, hatte seine Kandidatur kurz vor Beginn der Sitzung zurückgezogen.

Trotz allem entschied sich der 30-köpfige Verwaltungsrat erneut für eine interne Lösung. Seit der Fusion der Stadt- und Kreissparkasse Pforzheim und der Kreissparkasse Calw 2003 waren jeweils Führungskräfte aus dem eigenen Haus an die Spitze aufgerückt: erst Wolfgang Daum, dann 2005 Jürgen Teufel und 2007 Herbert Müller. Im Vorfeld der Wahl waren dem Kandidaten von außen, Volker Wirth, dennoch gute Chancen eingeräumt worden, wobei Gerüchten zufolge die zehn Mitarbeitervertreter im Verwaltungsrat eher zu einem Bewerber aus dem eigenen Haus, der die Sparkasse kennt, tendierten.

Das Wahlverfahren ging, nachdem der dritte Kandidat Neuweiler zurückgezogen hatte und ein zweiter Wahlgang praktisch ausgeschlossen war, schnell über die Bühne und dauerte nur anderthalb Stunden.

Nach Informationen unserer Zeitung haben neben dem Rückzug Neuweilers und der starken Position Scholls innerhalb der eigenen Belegschaft vor allem zwei Faktoren den Ausschlag für die Mehrheitsentscheidung zu seinen Gunsten – die Rede war von einem Stimmenverhältnis von 17 zu 13 – gegeben. Zum einen war zu hören, dass es gewisse Vorbehalte gegen Volker Wirth gegeben habe, weil dieser als Landesobmann des Sparkassenverbandes Baden-Württemberg und als Mitglied in mehreren Aufsichtsräten zeitlich bereits stark gefordert sei. Als weiteres Argument galt anscheinend das Alter: Der 58-jährige Volker Wirth hätte den Sechsjahresvertrag im Spitzenamt nur einmalig erfüllen können, während der vier Jahre jüngere Scholl darüber hinaus Kontinuität verspricht.

Die Sparkasse Pforzheim Calw ist mit einer Bilanzsumme von 10,3 Milliarden Euro, 300000 Privatkunden und 15000 Unternehmenskunden die größte Sparkasse in Baden-Württemberg. Über 2000 Mitarbeiter, darunter 179 Auszubildende, sind in der Zentrale in Pforzheim und den mehr als 150 Geschäftsstellen beschäftigt.

Als amtierender Verwaltungsratsvorsitzender gratulierte Landrat Karl Röckinger dem künftigen Vorstandsvorsitzenden zur Wahl. Es sei wichtig, dass die Sparkasse auch in Zukunft auf einem überlegten und umsichtigen Kurs gesteuert werde. Mit Stephan Scholl, der die erfolgreiche Geschäftspolitik des Hauses über viele Jahre mitgetragen und verantwortet habe, sei dafür die beste Voraussetzung gegeben.

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