Steelers mit neuem Logo und altem Ziel

Erstellt: 6. September 2006, 00:00 Uhr
Steelers mit neuem Logo und altem Ziel Steelers mit neuem Logo und altem Ziel

Saisoneröffnungs-Pressekonferenz: Der Umzug nach Stuttgart ist kein Thema beim SC Bietigheim-Bietigheim

Das Logo der Steelers und das Erscheinungsbild auf dem Eis sind neu, die Ziele und das Team sind weitestgehend bekannt. Wieder möchte der Zweitligist aus dem Ellental an die Türe der DEL klopfen. Bei der Saisoneröffnungs-Pressekonferenz beim Hauptsponsor in Zuffenhausen erklärte Präsident Eduard Fehr, dass man am Ende ganz vorne stehen wolle. Außerdem bekannte er sich klar zum Standort Bietigheim.

VON MIRKO BÄHR

Die Gerüchteküche brodelte gewaltig in den vergangenen Tagen. Seitdem bekannt wurde, dass die Bietigheim Steelers ihre Partie gegen die Schwenninger Wild Wings am 22. Dezember in der neuen Porsche-Arena austragen, befürchteten einige Fans, dass die Tage der Steelers im Ellental gezählt sind. Dem ist aber nicht so, jedenfalls machte Eduard Fehr gegenüber dem Mühlacker Tagblatt deutlich: „Es handelt sich dabei um eine einmalige Sache. Es war der Wunsch des Hauptsponsors, diesem haben wir entsprochen. Mehr nicht.“ Es ist ganz und gar nicht der Schritt nach Stuttgart. „Es ist ein Spiel und dabei bleibt es. Punkt, Aus.“

 Klare Worte vom Präsidenten, der auch nicht weiß, wie es zu solchen Gerüchten kommen konnte. „Deshalb beziehen wir auch ganz klar Stellung.“ Nicht nur der Verein wolle im Ellental bleiben, auch Hauptsponsor Porsche hat sich dafür ausgesprochen und die Stadt Bietigheim würde den SCBB beim DEL-Aufstieg ebenfalls unterstützen. Umbaupläne seien in der Schublade, die innerhalb von Monaten („wir sprechen nicht von Jahren“) realisiert werden könnten. Eduard Fehr macht nochmals die Verbundenheit zu Bietigheim deutlich: „Ich wohne in Ludwigsburg und muss sagen, dass ich nicht gerne über den Pragsattel fahre, speziell zurück, ich fahre viel lieber nach Bietigheim.“

 Der große Traum des Vereins ist natürlich noch immer die DEL, daran hat das Viertelfinal-Aus nach 3:0-Führung gegen Schwenningen nichts geändert. Allerdings steht der Zweitligameister nicht mehr automatisch als Aufsteiger in das Oberhaus fest. Er erwirbt nur die Anwartschaft. So muss der Verein dann eine DEL-Lizenz für knapp eine Million erwerben, eine taugliche Spielstätte vorweisen und einen strengen Richtlinienplan erfüllen, der nach Belieben der DEL-Verantwortlichen bis zuletzt ausgebessert und angepasst werden kann. Soll heißen: Ist der DEL ein Anwärter ein Dorn im Auge, dann hat dieser Club keine Chance auf einen Platz in der Beletage. Sportliche Absteiger gibt es keine mehr, die DEL plant aber die Liga von derzeit 14 auf 16 Teams aufzustocken.

 Das weiß auch Eduard Fehr. „Die DEL ist nicht mehr planbar, es ist mehr oder weniger eine geschlossene Gesellschaft. Wollen wir da rein kommen, müssen wir die Meisterschaft gewinnen, um als Erster in der Warteschlange zu stehen.“ Der Weg wird verdammt schwer. Denn: „Auch andere Teams haben dieses Ziel“, so der Eidgenosse, der deutlich macht: „Wir wollen Meister werden, es ist an der Zeit.“ Man habe sich verstärkt, die Abgänge seien mehr als kompensiert worden. Nun bleibe nur zu hoffen, dass sein Verein vom Verletzungspech verschont bleibe. Die Steelers hätten ausgeglichene Sturmreihen, die Überzahl spielen können. Fehr weiß ganz genau: „Die Matches werden in den Special-Teams (Über- und Unterzahlspiel) entschieden, nur so wird man am Ende Meister.“

 Bei der Saisoneröffnungs-Pressekonferenz wurde klar, dass der Verein in der Saison 2006/2007 nochmals einen Schuss mehr Professionalität in den Ring wirft. Neben weiteren Sponsoren, die man am Montag Abend präsentieren konnte, wurde das neue Steelers-Trikot unter Applaus der geladenen Gäste zum ersten Mal der Öffentlichkeit vorgestellt.

 Auch was die Außenwirkung des Vereins angeht, hat man eine Schippe drauf gelegt und sich die Dienste der Werbe- und Kommunikationsprofis der TC Gruppe aus Ludwigsburg gesichert. Erste Amtshandlung: Das Logo wurde modern und zeitgemäß umgestaltet. „Wir haben es nicht ersetzt“, ließ Geschäftsführer Alexander Jäger wissen, „wir wollen ja die Wurzeln nicht verstecken.“ Das neue Logo soll die Leidenschaft, Kraft und Schnelligkeit der Steelers symbolisieren.

 Der Auftritt der Kufencracks mit einer kurzen Vorstellung jedes Einzelnen (Liebsch: „Die schwitzen mehr als vor dem Zahnarztbesuch.“) war ein weiterer Höhepunkt in Zuffenhausen. Es gibt noch etwas, das die Verantwortlichen optimistisch stimmt: „In den vergangenen Saisons sind wir im Pokal immer weit gekommen, dafür in den Play-offs früh ausgeschieden“, erklärte Fehr und verwies dabei auf die knappe Erstrundenniederlage am vergangenen Sonntag gegen die Frankfurt Lions. „Wenn das kein gutes Omen ist?“

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