Steelers fegen Kassel Huskies vom Eis

Erstellt: 31. Oktober 2007, 00:00 Uhr
Steelers fegen Kassel Huskies vom Eis Kassel (weiß-blau) versucht, die Steelers auf dem Weg zum Tor aufzuhalten – doch der SC lässt sich nicht bremsen. Foto: Simecek

Zweitligist SC Bietigheim-Bissingen präsentiert seinen Fans bärenstarkes Eishockey

Bietigheim-Bissingen – Der Eishockey-Zweitligist SC Bietigheim-Bissingen hat in den Wochenendpartien eine starke Leistung gezeigt. In Ravensburg wurde am Freitag ein früher 0:2-Rückstand noch in einen 4:2-Sieg umgebogen. Und am Sonntag wurde der souveräne Tabellenführer Kassel Huskies mit 5:2 deutlich geschlagen.

VON JAN SIMECEK

Wer die Steelers zuletzt gegen Schwenningen oder gegen Heilbronn gesehen hatte, konnte am Sonntagabend seinen Augen kaum trauen. Gegen den bereits enteilten Tabellenführer Kassel stand ein ganz anderes Team auf dem Eis. Nicht personell, aber in Sachen Einstellung und Spielkultur. Von der ersten Sekunde an wurden die Huskies massiv unter Druck gesetzt. Auch eine frühe Strafzeit gegen Teemu Kesa nach 35 Sekunden brachte die Gastgeber nicht aus dem Tritt. Teilweise zog das Team von Christian Brittig sogar bei der Konstellation fünf gegen fünf ein regelrechtes Powerplay auf. Kassel wusste sich oft nur noch mit übertriebener Härte zu helfen. Folglich saß nahezu die Hälfte der Spielzeit ein Kasseler auf der Strafbank.

Der SC überrumpelt Huskies mit druckvollem Powerplay

Dazu kamen noch zwei Disziplinarstrafen plus eine Spieldauerstrafe gegen Trainer Stephane Richer auf Seiten der Huskies, sowie drei Zehner für Bietigheim, von denen zwei Jaakko Hagelberg trafen, weshalb er schon nach gut 44 Minuten unter die Dusche durfte. Allerdings war die Flut an Disziplinarstrafen weniger den Spielern selbst als dem oftmals überforderten Schiedsrichter Stefan Vogl zuzuschreiben.

 Max Seyller (7.) sorgte für den frühen Führungstreffer der Steelers. Er fälschte einen Schlagschuss von Alexander Dotzler zum 1:0 ins Tor ab. Nach gut neun Minuten kämpften dann Martin Schweiger und Jaakko Hagelberg die Scheibe regelrecht über die Linie (2:0). Druck war auch beim ersten Profi-Treffer von Viktor Beck im Spiel. Er traf nach elfeinhalb Minuten flach von der blauen Linie. Dann das spektakuläre 4:0: Mit viel Tempo kurvte Florian Junge hinten ums Tor und bediente dann Max Seyller, der am langen Pfosten nur noch ins leere Gehäuse zu schieben brauchte (18.). Erst im Schlussdrittel stand bei den Steelers-Fans ein wenig Angstschweiß auf der Stirn. Denn schnell sorgte Shawn McNeil (43.) mit einem unwiderstehlichen Antritt für das 1:4. Und als Steve Palmer knapp sieben Minuten später weiter verkürzte, ahnten viele Bietigheimer Zuschauer bereits Böses. Doch das Team von Christian Brittig hatte die richtige Antwort parat. Nach Zuspiel von Max Seyller zog Florian Jung mit einem unglaublichen Antritt von der eigenen blauen Linie davon, war von keinem Kasseler mehr zu erreichen und überwand den ab dem zweiten Drittel im Tor stehenden Sebastian Elwing mit einem Rückhand-Heber zum 5:2-Sieg.

 In Ravensburg waren die Steelers am Freitag nach einem Haken von Jakub Körner schon sehr früh in Unterzahl. Marc St. Jean erzielte nach 1:39 Minuten die Führung für die Gastgeber. 197 Sekunden später nutzte Ron Newhook die schwache Bietigheimer Anfangsphase für das 2:0. Dann kamen die Steelers besser ins Spiel und als Kapitän „Mike“ Smazal in Überzahl eher einen Verlegenheitsschlenzer aufs Tor brachte, stand es plötzlich 1:2 (18.). Im Mittelabschnitt drehten Florian Jung (31.) und Jaakko Hagelberg (37.) die Partie. Für die Entscheidung sorgte Neuzugang Justin Kelly nach 42:54 Minuten bei erneuter Bietigheimer Überzahl. Letztendlich hatte sich das Training von Christian Brittig gleich doppelt ausgezahlt: Zum einen agierten die Steelers vor dem gegnerischen Tor weitaus effektiver als noch zuletzt in den beiden Derbys. Zum anderen erzielten die Grün-Weißen zwei entscheidende Tore in Überzahl.

 Die nächsten Punktspiele stehen am Wochenende an, ehe es in die einwöchige Deutschland-Cup-Pause geht. Am Freitag (20 Uhr) gastieren die Moskitos aus Essen im Ellental. Am Sonntag (18 Uhr) geht es dann nach Landsberg. Die Bietigheimer haben beide Teams nach ihrem erfolgreichen Wochenende in der Tabelle überholt.

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