Starterfeld kommt auf ein paar Umwegen zustande

Erstellt: 27. Januar 2012, 00:30 Uhr
Starterfeld kommt auf ein paar Umwegen zustande Vor Jahresfrist hat die Spvgg Zaisersweiher den Senderstadtcup gewonnen.Mühlackers Oberbürgermeister Frank Schneider überreichte die Trophäe Archivfoto: Fotomoment

Der Senderstadtcup wächst. Die zweite Auflage des Hallenfußballturniers geht morgen mit zwölf Mannschaften über die Bühne. Im vergangenen Jahr hatten lediglich zehn Teams teilgenommen. Die Fvgg 08 Mühlacker als Veranstalter schließt ein weiteres Wachstum für die kommenden Jahre nicht aus.

Von Steffen-Michael Eigner

Mühlacker. „Eine weitere Gruppe, also 16 Mannschaften, würden wir organisatorisch noch durchkriegen“, sagt Organisator Sergio de Sousa. Um den Zeitplan nicht zu sprengen, müsste man dann statt einer Zwischenrunde ein Viertelfinale im K.o.-System spielen. „Man könnte auch morgens eine Stunde früher beginnen und abends etwas später beenden“, überlegt der Fvgg-Spielleiter. Doch einstweilen ist er hochzufrieden mit dem jetzigen Starterfeld, das doch mit einigen Wendungen zustande gekommen ist.

Zunächst hatte Sergio de Sousa wie im vergangenen Jahr ein Starterfeld mit zehn Mannschaften geplant. Positiv überrascht war er von der Zusage von Phönix Lomersheim: „Ich hätte nie damit gerechnet.“ Umso mehr freut er sich nun über die Teilnahme des Bezirksligisten.

Nachdem der FV Öschelbronn zunächst zugesagt, dann aber doch zurückgezogen hat, ist kurzfristig noch der TSV Großglattbach ins Turnierfeld gerutscht. „Der Großglattbacher Trainer Ralph Augenstein hat letztes Jahr mit dem TSV Maulbronn teilgenommen. Als ich ihn angerufen habe, hat er sofort gesagt, dass er gerne komme.“ Der Karlsruher B-Ligist FV Grünwinkel hatte die Turnierausschreibung auf der Webseite des Badischen Fußballverbandes entdeckt und kurzerhand gemeldet. Ins Schwitzen kam Sergio de Sousa, als dann noch eine weitere Meldung in sein Postfach flatterte.

Mit der Zusage des FV Gondelsheim, den Sergio de Sousas Bruder kontaktiert hatte, bestand das Starterfeld unversehens aus elf Mannschaften. Das Dutzend komplettierte der Turnierorganisator, indem er kurzerhand den GU/Türkischen SV Pforzheim überredete, mit zwei Teams anzutreten.

Als Favoriten auf den Turniersieg erachtet de Sousa neben Titelverteidiger Spvgg Zaisersweiher auch Phönix Lomersheim, wenngleich Phönix angekündigt hat, mit einer Mischung aus erster und zweiter Mannschaft anzutreten. Aber auch der GU/Türkische SV Pforzheim komme infrage: „Die sind mit ihrer ersten Mannschaft in der Halle extrem stark, ich habe sie in Oberderdingen spielen sehen.“ Beim hochkaräätig besetzten Andreas-Knapp-Turnier stand die GU immerhin im Endspiel.

Kreisligist Gondelsheimist der große Unbekannte

Der große Unbekannte im Starterfeld des Senderstadtcups ist jedoch der FV Gondelsheim. „Ich kann die Mannschaft nicht einschätzen“, räumt Sergio de Sousa ein. Zu unterschätzen ist Gondelsheim bestimmt nicht, die Mannschaft spielt immerhin in der Kreisliga Bruchsal, gehört dort gleichwohl nicht zu den Spitzenteams, belegt derzeit den zehnten Tabellenplatz. Allzu große Bedeutung will Sergio de Sousa der Ligazugehörigkeit ohnehin nicht beimessen.

„In der Halle herrschen andere Gesetze. Wenn man da drei Techniker im Team hat, kann man auch als B-Ligist was reißen.“ Das freilich weiß kaum jemand besser als die Nullachter, die dieses Jahr zum zweiten Mal in Folge bei der Sindelfinger Hallenfußballgala ins Hauptturnier eingezogen ist. Dort aber war anders als im Jahr zuvor gleich in der Gruppenphase Endstation. Ein 0:0 gegen GSV Maichingen II und ein 1:0-Sieg gegen Türkspor Neu-Ulm reichte, bei einer 0:3-Niederlage gegen den FC Nöttingen nicht zum Weiterkommen. Trotzdem zeigt das Abschneiden im Sindelfinger Glaspalast, dass auch die Fvgg beim Senderstadtcup zu beachten ist.

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