Sportler setzen Zeichen für Fairness im Internet

Erstellt: 2. Februar 2011, 00:00 Uhr
Sportler setzen Zeichen für Fairness im Internet „Fair Play“ statt Gewalt auf dem Sportplatz: Beim TSV Ötisheim hat deshalb ein Informationsabend zum Thema Mobbing stattgefunden. Foto: Stahlfeld

TSV Ötisheim organisiert Vortrag für Jugendliche zum Thema Cyber-Mobbing – Experten der Polizeidirektion informieren

Von Ulrike Stahlfeld

Ötisheim. Mit dem Slogan „Kick it like Aize!“ werben die Fußballer des TSV Ötisheim für ihren Sport. Dass die Nachwuchsabteilung des Vereins mehr tut, als nur dem Ball hinterherzujagen, zeigte sich Anfang der Woche bei einer Veranstaltung im Vereinsheim: Rund 30 Jugendliche der A-, B- und C-Jugend absolvierten eine besondere „Trainingseinheit“ in Sachen Fairness. Die Beamten Peter Eitel und Ingo Weimer von der Kriminalprävention der Polizeidirektion Pforzheim suchten dabei das Gespräch zu den Teilnehmern im Alter zwischen 13 und 18 Jahren. Thema: das Mobbing im Internet oder „Cyber-Mobbing“, aber auch die alltäglichen Sticheleien gegen andere auf dem Schulhof und in der Freizeit.

 Die Polizisten verdeutlichten mithilfe von Filmen und Vorträgen, was unter dem Begriff des Mobbing überhaupt zu verstehen ist. Wie aktuell das Problem speziell des Cyber-Mobbing ist, sei allein daran abzulesen, dass das Thema mittlerweile auch bei Lehrer-Fortbildungen angesprochen werde, erklärte Ingo Weimer.

 Mobbing gehe nicht automatisch mit einer Straftat einher. Ausgrenzen, beleidigen und hänseln über einen längeren Zeitraum führten dazu, dass sich beispielsweise ein Schüler von anderen gemobbt fühle.

 „Alleine komme ich in der Regel da nicht raus“, riet Weimer Betroffenen dazu, sich jemandem anzuvertrauen. Sich Hilfe zu suchen und alle Beteiligten anzusprechen, könne ein Weg sein, das Problem zu lösen.

 Beim TSV Ötisheim wollen es die Verantwortlichen erst gar nicht so weit kommen lassen und mit einer Aufklärungskampagne dazu beitragen, verbale und andere Gewalt im Sport und im Alltag zu vermeiden. Deshalb hatte Jugendleiter Holger Deimel zum Informationsabend geladen: „Viele sind sich gar nicht bewusst, was sie tun“, sagte er. In einem zweiten Treffen sollen die Eltern angesprochen werden.

  „Wir wollen beim TSV Ötisheim nicht nur fußballerisch vorwärtskommen, sondern auch die Sozialkompetenz stärken“, betonte der stellvertretende Jugendleiter Thomas Müller. Das Motto des Vereins laute: „Zivilcourage zeigen.“

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