Sportfreunde befürworten Fusion

Erstellt: 30. März 2009, 00:00 Uhr
Sportfreunde befürworten Fusion Sabine Lindauer zum Ehrenmitglied der Sportfreunde ernannt Die Vorsitzenden der Sportfreunde Mühlacker Hans-Jürgen Börk (l.), Robert Kasper und Kurt Grimmeisen (v.r.) überreichen Sabine Lindauer die Ernennungsurkunde. Foto: Fotomoment

Mitglieder knüpfen Bedingungen an Verschmelzung mit Fvgg 08 Mühlacker

Mühlacker – Die Sportfreunde Mühlacker sprachen sich bei ihrer Hauptversammlung am Samstagabend im Vereinsheim im Letten für eine Fusion mit der Fvgg. 08 Mühlacker aus. Dies aber unter der Bedingung, dass der Spielbetrieb in ihrem Stadion im Letten stattfindet.

VON VOLKER HENKEL

Der zweite Vorsitzende Kurt Grimmeisen hatte den Antrag an die Versammlung gerichtet, über eine mögliche Fusion abzustimmen. Auf vorbereiteten Stimmzetteln konnten die 58 Mitglieder sich für oder gegen eine Fusion mit der Fvgg 08 Mühlacker aussprechen und dies jeweils mit dem Spielbetrieb im Letten-Stadion der Sportfreunde oder im Käppele-Stadion, der jetzigen Spielstätte der Nullachter. 36 befürworteten eine Fusion, sofern im eigenen Stadion gespielt werde. 18 sprachen sich gegen eine Fusion aus. Bei einer Enthaltung gab es noch drei ungültige Stimmen.

 Der Erste Vorsitzende Hans-Jürgen Bürk betonte, dass ein gemeinsamer neuer Verein nicht zwei Clubhäuser und zwei Stadien unterhalten könne. Die Entscheidung für einen Sportplatz wäre deshalb die wichtigste Fusionsfrage.

 Nach der Abstimmung kündigte der zweite Vorsitzende Kurt Grimmeisen weitere Gespräche mit der Führung der Fvgg 08 Mühlacker an. Deren Mitgliederversammlung hatte Fusionsverhandlungen bereits vor 14 Tagen grünes Licht gegeben.

 Kassier Robert Kasper konnte in seinem Bericht einen kleinen Gewinn für das vergangene Geschäftsjahr verkünden. Er verdeutlichten, dass dieser nur durch Feste, Bandenwerbung und die Vereinszeitung erreicht werden konnte. „Wir brauchen die Feste und mehr Leute, die bei diesen helfen“, appellierte er an die Verantwortung der Mitglieder für die Finanzen.

 Spielleiter Frank Blutbacher gab bekannt, dass Trainer Helmut Frey noch ein letztes Jahr sein Amt weiterführen wird. Bis zum Schluss werde die Mannschaft versuchen die Kreisklasse Pforzheim zu halten. Melanie Schütze gab als Abteilungsleiterin Frauenfußball bekannt, dass Trainer Heiko Fröhle noch ein zehtes und letztes Amtsjahr machen wird. Auch Co-Trainer Martin Geigle werde bei der Mannschaft bleiben. Der Aufstieg in die Regionenliga Württemberg im letzten Jahr sei eine „fabelhafte Meisterfeier“ gewesen. Derzeit müsse sich das Team in der von wesentlich stärkerem Körpereinsatz geprägten Liga zurechtfinden. Mehr Trainingsengagement forderte sie, um als Team eine bessere Abstimmung zu bekommen. „Ein Platz unter den ersten drei muss machbar sein“, sagte sie zum Saisonziel. „Ich bin enttäuscht und erschüttert, was aus dem Verein geworden ist“, sagte sie zum Schluss der Sitzung. In diesem sei sie groß geworden. Mit großer Überzeugung verdeutlichte sie, dass sich jeder fragen sollte, ob er genug für den Verein macht. Wenn jeder nur einen Dienst mehr machen würde, könnten andere entlastet werden.

 Für 30-jährige Mitgliedschaft wurden Sabine Lindauer, Annette Kehrwecker-Loibl und Bernd Müller zu Ehrenmitgliedern ernannt.

 Als Erster Vorsitzender wurde Hans-Jürgen Bürk bestätigt, ebenso wie Schriftführerin Angelika Fegert. Birgit Essig wurde zur ersten Festwirtin gewählt.

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