Spaß für Kinder steht im Mittelpunkt

Erstellt: 24. Juni 2012, 23:30 Uhr
Spaß für Kinder steht im Mittelpunkt Der Auftritt der Tanzgruppen ist ein Publikumsmagnet beim Kinderfest der Tagesmütter in Mühlacker. Bild rechts: Beim Minigolf sind Augenmaß und eine sichere Hand gefragt.

Mühlacker. Rund 300 Kinder und mindestens ebenso viele Erwachsene, vermutlich sogar mehr, schätzt Cornelia Burghardt-Heller, haben am Samstag das erste Kinderfest in Mühlacker auf dem Kelterplatz besucht. Die Zweite Vorsitzende vom Verein Tagesmütter Enztal zog am frühen Abend zufrieden Bilanz und erwog schon mal eine Wiederholung im kommenden Jahr: „Wir fassen es ins Auge.“

Cornelia Burghardt-Heller war es im Vorfeld vor allem ein Anliegen gewesen, ein Kinderfest ohne Eintritt auf die Beine zu stellen: „Damit wirklich alle Kinder teilnehmen können, war es für uns wichtig, dass alle Stationen kostenlos waren.“ Weil sich die traditionellen Feste vor allem an die Erwachsenen richten, wollten die Tageseltern am Samstag einmal bewusst die Kinder in den Mittelpunkt stellen. Burghardt-Heller selbst erinnert sich noch gut an die Kinderfeste, die früher in Ostdeutschland üblich waren: „Da hatte man einfach Spaß.“ Angesichts des multimedialen Angebots hatte das Wörtchen „einfach“ für die Zweite Vorsitzende beim Kinderfest noch eine besondere Bedeutung: Filme und Computerspiele waren tabu. Cornelia Burghardt-Heller: „Wir sind zurück zu den Traditionen gegangen.“ Statt einer „Bespaßung mit Leinwand“ habe man sich für Büchsenwerfen und Hindernis-Parcours entschieden.

Tatsächlich waren das nur zwei der vielen Angebote auf dem Kelterplatz, wo die Ausrichter zugleich das Equipment vom dort derzeit stattfindenden Public Viewing zur Europameisterschaft nutzten. Weil am Vorabend beim Spiel Deutschland gegen Griechenland eine große Fußballparty gefeiert worden war, musste am Samstag allerdings erst einigermaßen saubergemacht werden, bevor die Aufführungen stattfinden konnten. Neben der Jugendkapelle des Musikvereins Enzbergs hatten sich unter anderem Gruppen der Tanzschule der Fitfabrik sowie die Musikschulen Gutmann und Living Music angekündigt. 120 Kinder gestalteten das Programm.

„Erwachsene machen mehr Dreck als Kinder“, warb Bürgermeister Winfried Abicht in seinem Grußwort um Verständnis für den Zustand des Platzes. Das Fest mache deutlich, wie viele Angebote es in Mühlacker für Kinder gibt. Er würde sich freuen, betonte Abicht, wenn es nicht bei einem einzelnen Kinderfest bliebe. Das Fest sei eine gute Werbung für den Verein der Tagesmütter, der vor allem in Mühlacker dringend weitere Tageseltern sucht.

Während Abicht sprach, waren bereits zahlreiche Kinder bei der Kinderfest-Rallye gestartet. Fleißig sammelten sie an neun verschiedenen Stationen Stempel, schließlich wartete eine kleine Überraschung. Mit Feuereifer durchliefen sie den Hindernisparcours des Gesamtelternbeirates der Kindergärten Mühlacker, hauten beim Musikkarussell der Musikschule Living Music auf die Pauke und übten sich bei der Jugendfeuerwehr als Löschmänner.

Neugierig betasteten Annika und Felix die Steine an der „AnfassBar“ von Jenny Gösche. Dann versuchte es Felix mit der Nase. „Der riecht nicht besonders“, stellte er mit ernster Miene fest. Neo und Giuliana hatten vor allem im Barfußpark ihren Spaß. Immer wieder stapften die beiden Vierjährigen durch Kisten mit Korken, Wasser oder Sand.

„Die Kinder haben Spaß, sie sind total begeistert“, freute sich Anna Elste, die Mutter von Giuliana. Im Grunde brauche es nicht viel, um Kinder sinnvoll zu beschäftigen.

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