Spannender als Tatort und Fußball

Erstellt: 31. Mai 2011, 00:00 Uhr
Spannender als Tatort und Fußball Eine außergewöhnliche Landung in Bildern (von oben): Erst „steht“ der Ballon tief über der Stadt, dann landet er bei der Drehscheibe, und dann wird er mithilfe von freiwilligen Helfern eingepackt. Foto: Schröder

Heißluftballon landet mitten in der Innenstadt auf einem Parkplatz bei der Drehscheibe – Schaulustige packen beim Abtransport mit an

Für einiges Aufsehen hat am Sonntagabend die Landung eines Heißluftballons in der Mühlacker Innenstadt gesorgt – auf dem Mitarbeiterparkplatz direkt neben der Drehscheibe.

Von Anja Schröder
und Thomas Eier

Mühlacker. Eine Notlandung? Ein spektakulärer Vorgang? Beides falsch, sagt der routinierte Pilot aus Dürrn.

 Nichtsdestotrotz sorgte er mit seinem außergewöhnlichen Landeplatz für allgemeines Staunen, und das nicht nur bei den Bahnarbeitern, die nebenan an den Gleisen arbeiteten. In kürzester Zeit („Dafür verpass’ ich gerne den Schluss vom ,Tatort‘“) lockte das Schauspiel die Schaulustigen aus der näheren und weiteren Umgebung an den Ort des Geschehens, die vom Parkdeck der Drehscheibe oder der alten Eisenbahnbrücke aus den Abtransport verfolgten oder selbst mithalfen, als es darum ging, den Ballon zusammenzupacken.

 Zuvor hatte das imposante Flugobjekt bereits die Blicke auf sich gezogen, als es über dem Stadtzentrum außergewöhnlich tief unterwegs war, was viele, die durch das Geräusch des Gasbrenners aufmerksam geworden waren, spannender fanden als das gleichzeitig laufende Länderspiel der Fußball-Nationalmannschaft. Wenig später folgte dann schon die Landung, die kaum jemandem in der Innenstadt verborgen blieb.
 Die Polizei war ebenfalls vor Ort, doch eingreifen musste sie nicht. Passagiere und Pilot hatten zu dieser Zeit längst wohlbehalten den Korb verlassen.

 Letzterer gibt sich tags darauf ganz gelassen, wundert sich über die Anfrage unserer Zeitung. „Den Passagieren geht es gut, es wurde auch nichts beschädigt“, relativiert er die Dramatik. Der Grund für das Manöver ist ebenfalls ein simpler: zu wenig Wind.

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