Später Ausgleich bitter für Großglattbach

Erstellt: 23. Oktober 2006, 00:00 Uhr
Später Ausgleich  bitter für Großglattbach Ein Fight ohne Sieger: Michael Leimbert (10) und Michael Hecke im Duell der beiden Spielmacher. Foto: Fotomoment

MT-Spiel des Tages: Weeber-Truppe kassiert vier Minuten vor dem Ende das 1:1 im Derby gegen Wiernsheim

Mit einem leistungsgerechten 1:1-Unentschieden trennten sich gestern der TSV Großglattbach und der TSV Wiernsheim in der Kreisliga A3. Beide Teams servierten im Lokalderby allerdings Magerkost.

VON DOMINIQUE JAHN

Vor allem in der ersten Halbzeit vermissten die knapp 100 Zuschauer Temperament, Tempo und Tore. Beide Mannschaften agierten zu Beginn sehr zurückhaltend. Keiner wollte dem anderen ins offene Messer laufen, zudem waren die Großglattbacher Sturmspitzen Marcus Bögelsack und Michael Leimbert bei Tobias Neubert und Patrick Holme gut aufgehoben.

 Auf der anderen Seite konnten sich Qendrim Emini und Roman Joas nicht gegen Christian Gläser und Dimo Schöttle durchsetzen. Gefährlich waren die Gastgeber im ersten Durchgang nur durch einen Freistoß von Torsten Kurfiß – sein Heber aus 16 Metern streifte allerdings nur das Lattenkreuz (9. Minute). Aus dem Spiel heraus erarbeiteten sich beide Teams nur wenig Chancen und wenn, war man im Abschluss einfach zu unkonzentriert. Somit ging es torlos in die Halbzeit.

 Danach war mehr Feuer im Spiel. Den ersten Warnschuss gab Großglattbachs Andreas Geiger ab (46. Minute). Das Leder klatschte allerdings nur gegen den Fangzaun. Glück für Großglattbach dann zwei Minuten später, als Heiko Migulla einen Gäste-Freistoß in höchster Not klärte. Und erneut brannte es lichterloh im Strafraum von Heiko Schäfer: In der 54. Minute kratzte Matthias Gille einen Kopfball von Roman Joas von der Linie.

 Besser machte es auf Gegenseite nur drei Minuten später Andreas Geiger. Der Mittelfeldspieler drückte eine maßgeschneiderte Flanke von Christian Gläser mit dem Kopf zum 1:0 über die Linie. Reinhold Baral im Wiernsheimer Kasten machte dabei keine gute Figur. Der Schlussmann ließ die Kugel durch die Finger gleiten. Den Sack frühzeitig zumachen können hätte Dirk Schäfer, der nach einem starken Solo nur knapp links am Tor vorbeizog.

 Kai-Uwe-Kussmaul reagierte und brachte durch die Einwechslung von Ferit Yüksel einen dritten Stürmer. Wiernsheim drückte fortan, nahm das Spiel in die Hand, bislang aber ohne Erfolg. Dagegen vergaß Großglattbach beste Konterchancen in Tore umzumünzen – so wie Michael Leimbert, der in der 68. Minute allein vor Baral vergab. Sechs Minuten vor dem Ende hatten die Wiernsheimer Anhänger schon den Torschrei auf den Lippen, doch Michael Hecke traf nur den Pfosten und der eingewechselte Stefan Wollmershäuser vergab im Nachschuss kläglich.

 Doch die Gäste ließen nicht locker – und wurden in der 86. Minute auch dafür belohnt. Nach einer schnell ausgeführten Ecke narrte Reshat Velija an der Torauslinie drei Gegenspieler, legte quer auf den kurzen Pfosten, dort stand Roman Joas goldrichtig, der mit einem Hackentrick den vielumjubelten 1:1-Endstand erzielte. Keineswegs zufrieden waren die Trainer mit der Leistung von Schiedsrichter Frank Kiefer. Der Unparteiische aus Lauffen war 1991 noch Assistent von Aaron Schmidhuber im Uefa-Cup-Spiel Sampdoria Genua gegen Real Oviedo. Internationale Erfahrung und Härte – vielleicht ließ er deswegen gestern im Derby viele umstrittene Aktionen laufen. „Spielerisch war das heute echt Magerkost von uns“, analysierte nach dem Spiel der Wiernsheimer Coach Kai-Uwe Kussmaul. „Wir haben zu wenig Engagement gezeigt, doch das Unentschieden ist gerecht.“ Das fand auch sein Trainerkollege. „Das Ergebnis geht in Ordnung, obwohl der Ausgleich kurz vor Schluss schon bitter war“, meinte Martin Weeber.

TSV Großglattbach: Schäfer, Gläser, Schöttle, Schäfer, Migulla, Gille, Kurfiß, Geiger (84. Gerhart), Bögelsack (77. Kohler), Leimbert, Trezciak.

TSV Wiernsheim: Baral, Neubert, Holme, Wieser, Lindvic, Meeh (67. Yüksel), Hecke, Velija, Joas, Emini, (84. Wollmershäuser), Allegro.

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